Washington – einfach zum Lachen

Einmal im Jahr gibt es auch im spaßfreien Washington etwas zum Lachen. Beim White House Correspondents Dinner darf zunächst der Präsident zeigen, dass er auch als Witzemacher-in-Chief was wert ist, um sich danach dann selbst von einem Berufskomiker veräppeln zu lassen. Diesmal hatte dieses Privileg der Late Talker Jimmy Kimmel.

Hier die Höhepunkte aus der Rede von Obama:

“Axelrod (sein Chefberater) sagt mir immer, ich soll keine Gelegenheit auslassen, mich vorzustellen…. Mein Name ist Barack Obama. Meine Mutter wurde in Kansas geboren. Mein Vater wurde in Kenia geboren. Und ich wurde geboren, na klar, auf Hawaii.” (in Anspielung auf die anhaltende Diskussion der Verschwörungsanhänger, Obama sei kein Amerikaner)

“Vor vier Jahren hatte ich eine brutale Vorwahlschlacht mit Hillary Clinton. Vier Jahre später kann sie einfach nicht aufhören mir betrunken SMS aus Cartagena zu schicken.” (in Anspielung auf Hillarys Party-Time während des Summit of the Americas in Cartagena, Kolumbien)

“Sarah Palin ist wieder Rennen…. Das erinnert mich an die Frage: Was ist der Unterschied zwischen einer Hockey-Mutter und einem Pitbull? Ein Pitbull ist köstlich. Mit ein bisschen Soja-Sauce.” (in Anspielung auf die Diskussion, Obama habe als Kind in Indonesien Hund probiert)

“Hey Newt, es ist immer noch Zeit” (in Anspielung auf Newt Gingrich, der, obwohl chancenlos, immer noch im Rennen um die Präsidentschafts-Kandidatur der Republikaner ist)

“Wir haben beide einen Abschluss in Harvard; ich habe einen, er hat zwei. Was für eine Wichtigtuer.”  (in Anspielung auf Gemeinsamkeiten mit Romney)

“Ich hätte noch mehr. Ich muss aber den Secret Service wegen seiner neuen Ausgangssperre bis 22.00 Uhr nach Hause bringen.” (in Anspielung auf den Sex-Skandal des Secret Service in Kolumbien). Obama schaffte übrigens die Ausgangssperre nicht. Er verließ erst um 22.48 Uhr das Hilton Hotel.

Das komplette Video der Obama-Rede hier:

Und das ebenfalls sehr empfehlenswerte Video vom Auftritt von Jimmy Kimmel