„Romney ist eine echte Peinlichkeit“

Nein, er mag ihn wirklich nicht. Bruce Willis, Hollywood-Star und einer der wenigen Nicht-Demokraten in der Glitzermetropole, kann Mitt Romney nicht ausstehen. Dabei ist der Republikaner eigentlich sein Kandidat.

In einem lesenswerten Interview (nicht nur wegen Romney) mit dem Esquire schimpft der “Die Hard” Star über den Kandidaten der Republikaner. Und so schlimm und deutlich, dass man das Gefühl haben konnte, Willis musste das endlich einmal los werden.

“Yeah, Romney”, fängt Willis, ein Republikaner, eher nachdenklich an, als ihn der Esquire auf den konservativen, auf seinen Kandidaten anspricht. Doch nach einem kurzen Zögern bricht es aus ihm heraus : “Er ist eine solche Enttäuschung, eine solche Peinlichkeit. Das Kinn hoch, die Haare hoch.”

Wow!

Schweres Geschütz von einem, der aus seinen konservativen Überzeugungen bisher keinen Hehl gemacht hat. Willis war ein “die-hard” Anhänger von George H. W. Bush im Wahlkampf gegen Bill Clinton. Und auch bei dessen Sohn George W. Bush, den viele für eine Peinlichkeit hielten, war er ganz auf der Seite des Republikaners.

Und jetzt? Was ist passiert?  Es scheint Willis noch nicht einmal zu interessieren, ob Romney im Herbst gewinnen kann/wird. Eher gelangweilt antwortet er auf die Frage nach den Siegchancen: “Nein, nö. Ach was, eigentlich ist es mir egal.”

Wenn noch nicht einmal ein konservativer Hollywood-Star, und davon gibt es wirklich nicht viele, mit Romney was anfangen kann, hat der Kandidat ein Problem. Oder ist es gar ein Hinweis auf die eigentliche Stimmung unter den Republikanern?

Wie sagte doch mein stramm konservativer Nachbar, ein Ex-Marine aus Kansas, neulich zu mir. “Mike, lieber lebe ich zähneknirschend noch vier Jahre mit Obama als möglicherweise acht lange Jahre mit Romney.”

Wenn mein Nachbar da nicht die Stimmung vieler Republikaner auf den Punkt gebracht hat!

Das ganze Interview hier: http://www.esquire.com/features/bruce-willis-interview-0612-3#ixzz1vvt1T4hk