US-Politik direkt-Umfrage: Clinton deutlich vor Michelle und Barack Obama

Ex-Präsident Bill Clinton hat auf dem Parteitag der Demokraten die beste Rede gehalten. Das ist das Ergebnis einer Umfrage von „US-Politik direkt“. Auf Platz zwei landete First Lady Michelle Obama noch vor ihrem Mann, Präsident Barack Obama.

Das Ergebnis fiel deutlich aus. Mehr als 54 Prozent der Leserinnen und Leser votierten für die brillante und politische Rede von Clinton. Die First Lady bekam für ihre Herzensansprache 36 Prozent der Stimmen, während Präsident Obama abgeschlagen mit nur knapp neun Prozent auf dem dritten und damit letzten Platz landete.

Doch der eher schwache Auftritt von Obama, den 35,7 Millionen Zuschauer (vor vier Jahren waren es noch 38,4 Millionen) live verfolgt hatten, scheint dem US-Präsidenten nicht geschadet zu haben. In einer Gallup-Blitzumfrage, die nach dem Parteitag durchgeführt wurde, legte der Präsident bundesweit deutlich zu und führt jetzt mit 48 zu 45 Prozent vor seinem Herausforderer Romney. Vor dem Parteitag waren sie noch gleichauf. Ein Trend, den auch die Meinungsforscher von Ipsos bestätigen. Danach liegt der Amtsinhaber mit 46 zu 44 Prozent vor dem Kandidaten der Republikaner.

Noch deutlicher wird der Erfolg bei der Frage, wie sehr man mit der Arbeit von Obama zufrieden sei. Hier konnte der Präsident sogar einen Sprung von sieben Prozent machen. 52 Prozent der Amerikaner sind mit ihm zufrieden, vor der Convention in Charlotte waren es nur 45 Prozent. Zuletzt bekam Obama solche Werte nach der Tötung von Osama bin Laden. Herausforderer Romney liegt bei 43 Prozent und damit neun Punkte zurück.

Der Grund für die guten Zahlen ist sicherlich der Parteitag der Demokraten, der von Kommentatoren als Riesenerfolg bewertet wird. Auch die eher magere Obama-Rede konnte an dem positiven Eindruck nichts ändern.

Ist die Wahl damit entschieden? Das wohl nicht. Die jüngsten Arbeitsmarktzahlen waren für Obama nicht gut. Und mit einer Arbeitslosenquote von 8,1 Prozent ist in Amerika noch kein Präsident wiedergewählt wurde.

Obama muss weiter kämpfen – nächster Großschauplatz sind die drei TV-Debatten im Herbst. Spätestens dann entscheidet sich die Wahl.