Frauen-Offensive: First Lady Michelle Obama und Ann Romney kämpfen für ihre Männer

Der Countdown läuft! Noch 40 Tage bis zu den Präsidentschaftswahlen am 6. November.  Am kommenden Mittwoch treffen sich Präsident Obama und sein Herausforderer Mitt Romney in Denver, Colorado, zum ersten und vielleicht wahlentscheidenden Fernseh-Duell. Der Kampf ums White House geht in die entscheidende Phase.

Während sich die beiden Kontrahenten auf die 90 Minuten Diskussion akribisch vorbereiten, werben im Hintergrund die so genannten „Surrogates“, die politischen Stellvertreter, weiter für ihre Kandidaten. An vorderster Front: Michelle Obama und Ann Romney.

Die beiden First Ladys sind seit ihren erfolgreichen Auftritten auf den Parteitagen im Dauereinsatz. So unterstützte Michelle Obama nach einem Wahlkampf-Event in New Jersey ihren Mann Barack bei dessen Rede vor der UN-Generalversammlung und plauderte noch am gleichen Tag locker mit und über ihren Gatten in der TV-Talkrunde „The View“. Und am Ende der Woche wird sie Solo in Chicago, Cedar City (Iowa) und Appleton (Wisconsin) für ihren Mann-in-Chief werben.

Ann Romney, die seit der Convention der Republikaner durch Swing States wie Ohio, Iowa und New Hampshire tingelte, erzählte dagegen am Montag in der Late-Show von Jay Leno von ihrem „Mann, der sich um alle Amerikaner Sorgen mache“ (auch um die 47 Prozent angeblichen „Schmarotzer“) und um ihre Notlandung. Die peinliche Frage ihres Mannes, warum man bei Rauchentwicklung im Flugzeug keine Fenster aufmachen könne, versuchte sie mit dessen „Art von Humor“ zu erklären.

Michelle Obama und Ann Romney sollen es menscheln lassen

Der Auftrag der beiden Top-Wahlkämpferinnen ist klar und immer der gleiche: Menscheln lassen! Nicht über Politik sollen die First Ladies reden, sondern um die alltägliche, sympathische Seite ihrer Männer. Beide gelten dabei als „unbezahlbarer Wert“, mit dem die Wahlkämpfer nebenbei auch noch ein paar Millionen Dollar einsammeln können. Michelle Obama lud dieses Jahr auf bisher 56 Spenden-Events ein, Ann Romney auf 37.

Was die beiden Frauen auszeichnet, sind vor allem ihre traumhaften Umfragewerte. Sie liegen deutlich über denen ihrer Männer. Michelle führt dabei auf der Beliebtheitsskala mit 65 Prozent vor Ann mit knapp 50 Prozent. Zum Vergleich: Präsident Obama dümpelt bei Werten von knapp über 50 Prozent herum, während Romney gerade zum unbeliebtesten Kandidaten seit Michael Dukakis 1988 gekürt wurde. Kein Wunder also, dass Michelle und Ann zum Ende des Wahlkampfes in die Offensive gehen müssen.