Hollywood gegen Wall Street – wie die Promis Obama und Romney unterstützen

Lindsay Lohan für Mitt Romney, Bruce „the Boss“ Springsteen für Präsident Obama. Das sind nur die jüngsten von vielen Hollywood-Stars und -Sternchen, die sich bei der Wahl 2012 engagieren. Kurz vor den beiden letzten und vielleicht entscheidenden TV-Debatten scharen sich die Promis jetzt erneut um ihre Kandidaten.

So versprach Skandalnudel Lohan Romney ihre Stimme zu geben, weil sie „weniger Steuern zahlen will“ und weil das mit der „Arbeitslosigkeit ja wichtig“ sei. Springsteen, ein langjähriger Demokrat, gibt bei den Wahlen gleich zweimal seine Stimme: „The Boss“ reist diesen Donnerstag mit Bill Clinton nach Parma, Ohio. Der eine singt, der andere redet für Obama.

Hollywood liebt Präsident Obama, die Wall Street Herausforderer Mitt Romney

Keine drei Wochen bis zur Wahl und Hollywood rüstet zum finalen Gefecht. Dabei hat Barack Obama die größere und berühmtere Truppe hinter sich. Tinseltown liebt seinen „schwarzen Kennedy“. Das war schon 2008 so. Doch kann Hollywood auch die Wahl entscheiden?

Top-Stars wie George Clooney, Sarah Jessica Parker oder Scarlett Johansson sammeln Millionen an Dollars für Obama. Andere wie Tom Hanks, Brad Pitt und Angelina Jolie sowie Jennifer Lopez, Halle Berry, Leonardo DiCaprio, Steven Spielberg und Eva Longoria unterstützen Obama lautstark und mit großzügigen Spenden. Und das ist nur eine kleine Auswahl einer langen Liste.

Romney kann seine Top-Stars aus der Glitzermetropole an zwei Händen abzählen. Clint Eastwood, der gerne öffentlich mit einem leeren Stuhl zu Obama spricht und Action-Held Chuck Norris, sind A-Liste. Doch nach „Dirty Harry“ und „Walker, Texas Rancher“ braucht es schon guten Willen, um weitere Super-Stars zu finden: Kiss-Frontman Gene Simmons, Donald Trump, Kid Rock und Jon Voight, Vater von Angelina Jolie.

Übergelaufen zu Romney ist Cindy Crawford. Das Super-Model hat 2008 noch Obama unterstützt, jetzt sammelt die 46-Jährige Spenden für Romney – bisher mindestens 10,25 Millionen Dollar. Und auch Porno-Königin Jenna Jameson steht auf Romney. Für eine zumindest öffentlich prüde Partei eine eher zweifelthafte Beziehung. (Die Pornoindustrie insgesamt steht laut einer Umfrage mit 68 zu 13 Prozent hinter Obama)

Doch selbst mit Crawford, Jameson und Eastwood – im Vergleich mit Obama, dessen Promi-Liste an eine Oscar-Verleihung erinnert, ist das eher bescheiden.

Mitt Romney kann bei solcher Starpower nur neidvoll auf seine wichtigsten Spender verweisen. Die stehen nicht im Rampenlicht, sondern auf der Forbes-Liste der Top-Verdiener des Landes.

Finanzpower gegen Starpower! Bleibt die Frage, wer am Ende den größeren Einfluss auf den Ausgang der Wahl hat.