Wahlkampf-Klamauk: Obama und Romney scherzen, lästern und lachen übereinander

Es geht doch noch lustig.

Knapp drei Wochen vor den Wahlen und vier Tage vor der letzten und entscheidenden Debatte zwischen Präsident Obama und Herausforderer Mitt Romney in Boca Raton, Florida, haben sich die beiden Konkurrenten bei einem Dinner gegenseitig veralbert. Beim tradionellen Al Smith Wohltätigkeits-Abendessen im New Yorker Waldorf Astoria, findet immer vor den Präsidentschaftswahlen statt, jagte eine Witz-Attacke die nächsten.

Die Höhepunkte aus der 8.58 Minuten langen Rede von Präsident Obama:

  • Bitte nehmen sie ihre Plätze ein, sonst wird Clint Eastwood die Stühle anschreien. (in Anspielung auf den Eastwood Auftritt auf dem Parteitag der Republikaner)
  • In weniger als drei Wochen werden die Wähler in Ohio, Florida und Virginia über die Wahl entscheiden. Da frage ich mich doch, was machen wir eigentlich hier.
  • Wie sie vielleicht gemerkt haben, hatte ich bei der zweiten Debatte viel mehr Energie. Ich fühlte mich gut erholt nach meinem wirklich schönen und langem Schläfchen während der ersten Debatte.
  • Ich habe viel gelernt (Anm. aus der 1. Debatte). Ich weiß nun, dass es schlimmere Dinge gibt, als an einem Hochzeitstag nur das Geschenk zu vergessen.
  • Ich war heute in ein paar Geschäften in Midtown zum Einkaufen. Ich habe gehört, dass Romney auch in Midtwon war, um ein paar Geschäfte zu kaufen.
  • Sein Mittelname ist Mitt. Ich wünschte, ich könnte meinen Mittelnamen benutzen.

Die Höhepunkte aus der um 1.30 Minuten längeren Ansprache von Mitt Romney, der damit seinen Zeitverlust der zweiten Debatte fast wieder wettmachen konnte.

  • Es ist schön, wenn man mal relaxen kann und das tragen kann, was Ann und ich Zuhause anhaben (Smoking).
  • Ich bin so froh, dass der Präsident heute hier ist. Wir haben uns nett unterhalten, so als ob es Dienstag nie gegeben hätte.
  • Ich habe gehofft, der Präsident bringt Joe Biden mit. Der lacht ja wirklich über alles.
  • Wir befinden uns gerade im letzten Monat der Amtzeit des Präsidenten. Ich frage mich, was er gerade denkt: So wenig Zeit und noch so viel zu verteilen.
  • Wenn ich zu solchen Events wie heute Abend eingeladen werden, werde ich immer gefragt: Sind sie der vorgesehene Fahrer?
  • Ganz im Sinne der Sesamstraße kommt die Rede des Präsidenten mit dem Buchstaben „O“ und 16 Billionen Dollar.
  • Wahlkampf ist anstrengend und wir beide sind froh, dass wir uns nach einem langen Tag an jemanden anlehnen können. Ich habe meine Frau Ann, der Präsident hat Bill Clinton.