Präsident Obama wiedergewählt!

Zum Schluss wurde es dann doch ein deutlicher Sieg. Obama hat die Wiederwahl gewonnen und bleibt weitere vier Jahre Hausherr im White House.

Doch gab es wirklich eine Chance, die die Republikaner gesehen haben oder war es nur Wunschdenken oder gar ein großer Bluff?

Am Abend vor der Wahl lancierte das Romney-Camp noch ein internes Papier. Darin stand, dass sie nach „eigenen Umfragen“ in Ohio führen und in Pennsylvania mit Obama gleich aufliegen. Man darf gespannt sein wie sie diese Niederlage und ihre falschen Prognosen rechtfertigen. Denn auch wenn die einzelnen Swing States hart umkämpft waren, am Ende sind acht der wichtigsten neun „Swinger“ an Obama gegangen.

Mitt Romney hatte von Anfang an den schwereren Weg zu 270 Wahlmänner. Der Auftritt in Pennsylvania am Ende seines Wahlkampfes war bereits ein Zeichen von Verzweiflung, da er wusste, dass die „Midwest-Firewall“ (Ohio, Iowa, Wisconsin) für Obama halten würde.

Bei den Republikaner wird es jetzt einen brutalen Richtungsstreit geben. Werden die Konservativen, die Tea Party Anhänger, die Partei übernehmen oder geht es wieder zurück zur Mitte, dorthin, wo sie wieder Präsidentschafts-Wahlen gewinnen können? Romney hingegen wird schnell von der politischen Bühne verschwinden. Er war immer der ungeliebte Kandidat der GOP.

Und Obama? Die zweiten vier Jahre werden nicht leichter werden, vor allem wenn er bundesweit nicht die Mehrheit der Amerikaner gewinnen kann. Hinzu kommt ein gespaltener Kongress. Der Präsident hat keine Mehrheit in beiden Häusern für große Projekte. Sein Vorteil ist, dass es seine letzten vier Jahre im White House sein werden und er sich keine Gedanken um eine Wiederwahl machen muss. Vielleicht hilft ihm das in einem völlig zerstrittenen Washington und einer gespaltenen Nation. Es sei ihm zu wünschen.