Das Zitat der Woche

Das offizielle Portrait von First Lady Michelle Obama. Das Foto wurde am 12. Februar im Green Room des White House aufgenommen. Foto: Official White House Photo by Chuck Kennedy

Das neue, offizielle Portrait von First Lady Michelle Obama. Das Foto wurde am 12. Februar im Green Room des White House aufgenommen. Foto: Official White House Photo by Chuck Kennedy

Zum neuen Portrait passt auch das Zitat der Woche:

„Der Ponyschnitt ist das Resultat meiner Midlife-Krise. Ich durfte mir keinen Sportwagen kaufen. Und sie lassen mich auch nicht Bungee-Springen. Stattdessen habe ich mir einfach einen Pony schneiden lassen.“

(First Lady Michelle Obama in einem Interview auf die Frage über ihre neue Haarfrisur und warum sie sich einen Pony hat schneiden lassen. Die Frisur, die Michelle Obama seit dem 17. Januar trägt, hat weltweit zu zahlreichen Geschmacks-Diskussionen geführt. Präsident Obama hatte die neue Frisur gelobt: „Ich liebe sie“.)

Warum Hillary Clinton 2016 nicht Amerikas neue und erste Präsidentin wird

Hillary – willkommen im Leben nach der Politik.

Nach vier Jahren Dauerstress als US-Chef-Diplomatin hat Hillary Clinton am Freitag das Außenministerium geräumt und an ihren Nachfolger John Kerry übergeben. Ab dieser Woche ist Hillary im politischen Ruhestand.

John Kerry, der farblose, 69 Jahre alte Senator aus Massachusetts muss jetzt die großen „Manolo Blahnik“ Schuhe ausfüllen, die Hillary hinterlassen hat. H.C. wie sie kurz genannt wird, hat eine eindrucksvolle Bilanz hinterlassen. Das beweist allein schon die Statistik.

Insgesamt 112 Länder hat Hillary in ihren vier Jahren als US-Außenministerin bereist. Insgesamt 1,539 Millionen Kilometer verbrachte sie dabei im Flugzeug und umkreiste statistisch gesehen mehr als 38 Mal die Erde. 570 Essen soll H.C. in der Luft verspeist und weltweit an 1700 Meetings mit Außenministern und anderen wichtigen Staatsvertretern teilgenommen haben.

Hillary kennt die Welt und die Welt kennt Hillary. Über den Erfolg ihrer Missionen kann gestritten werden. Der Terroranschlag auf die US-Vertretung im libyschen Bengazi überschattet ihre positive Bilanz und wird für immer ein Makel in ihrem Lebenslauf bleiben – auch in Hinsicht einer möglichen Präsidentschafts-Kandidatur 2016. Sie weiß das.

Hillary Clinton kennt die Politik. Insgesamt 20 Jahre stand sie im Rampenlicht der Öffentlichkeit: Als First Lady im White House an der Seite von Präsident Bill Clinton, als US-Senatorin von New York, als Präsidentschaftskandidatin während der Vorwahlen der Demokraten und zuletzt als Außenministerin des Landes.

Hillary Clinton ist unter den Demokraten ohne Konkurrenz

H. C. ist zur Marke geworden. Kaum jemand nennt sie beim vollem Namen. Jeder scheint eine persönliche Beziehung zu ihr, zu Hillary, zu empfinden. Sie ist die beliebteste Politikern des Landes, 67 Prozent mögen sie. Selbst unter den radikal-rechten Tea Party Anhängern finden sich 47 Prozent, die ein positives Bild von ihr haben, aber auch 53 Prozent, die sie ablehnen.

Wenn heute der Wahlkampf für die Präsidentschaftswahlen 2016 beginnen würde, hätte Hillary unter den Demokraten keine Konkurrenz. Beim Caucus in Iowa, wo traditionell der Kampf um das White House startet, liegt sie laut Umfragen mit 58 Prozent unaufholbar vor dem aktuell politisch sehr erfolgreichen Vize-Präsidenten Joe Biden (17 Prozent).

Hillary Clinton wird nicht bei den Präsidentschafts-Wahlen 2016 antreten

Kein Wunder also, dass viele Anhänger H.C. auffordern, sich 2016 erneut um den Chefposten der USA zu bewerben. Es gibt bereits so genannte SuperPacs, die für Hillary Geld sammeln. Doch will sie sich den Wahlkampf-Stress wirklich noch einmal antun? Es gibt Gründe, warum Hillary nicht kandidieren sollte und auch nicht wird.

  • Bengazi: Der Terroranschlag auf die US-Vertretung in Libyen mit vier Toten, darunter US-Botschafter Christopher Stevens, wird Hillary Clinton auch in einem Wahlkampf 2016 verfolgen. Präsidentschafts-Kandidaten in den USA sind schon an weniger schlimmen Skandalen gescheitert.
  • Gesundheit: Hillary hat zum ersten Mal erlebt, dass auch sie nicht unverwundbar ist. Der Stress, ein Virus, ein Sturz und ein Blutgerinnsel im Kopf sind auch für Hillary Warnzeichen. Und wenn sie ins Rennen um das White House eingreifen will, hat sie zum Ausruhen wenig Zeit. In zwei Jahren, vielleicht sogar noch früher, wird der Wahlkampf für 2016 bereits beginnen.
  • Alter: Hillary ist heute 65 Jahre alt, beim Wahlkampf 2016 wird sie bereits 69 und am Ende einer möglichen ersten Amtszeit als Präsidentin sogar 73 Jahre alt sein. Im Wahlkampf 2016 werden die Republikaner einen jungen Kandidaten ins Rennen schicken, Marco Rubio oder Paul Ryan zum Beispiel.
  • Republikaner: Auch wenn Hillary zurzeit die beliebteste Politikerin des Landes ist. In einem Wahlkampf dürfte sich das schnell ändern. Der Name Clinton polarisiert in diesem Land noch immer, vor allem der Teil der Familie, der bei der radikalen Rechten verhasst ist: Bill Clinton.
  • Geschichte: Keine Partei hat mit Ausnahme von George Bush in der jüngsten Geschichte drei Amtsperioden hintereinander einen Präsidenten gestellt. Und Bush galt dabei nur als dritte Amtszeit des beliebten Ronald Reagan.
  • Angst vor einer Niederlage: Hillary ist so populär und so beliebt, warum sollte sie das Risiko eingehen, am Ende ihrer politischen Karriere die Präsidentschaftswahlen zu verlieren. Die Republikaner werden diesmal nicht den Fehler begehen, erneut einen selbst in den eigenen Reihen „ungeliebten Kandidaten“ wie Mitt Romney zu nominieren.

Also warum antreten? Um als erste Frau ins White House einzuziehen? H.C. muss niemanden mehr etwas beweisen. Ihren Platz in der Weltgeschichte hat sie schon lange sicher.

Hillary Clinton wird bei den Präsidentschaftswahlen 2016 nicht antreten – auch wenn die Spekulationen darüber nicht aufhören werden.

Obama, der Waffenbesitzer

US-Präsident Obama beim Tontaubenschießen auf Camp David. Das Bild entstand am 2. August 2012 - Foto: White House/Pete Souza

US-Präsident Obama beim Tontaubenschießen auf Camp David. Das Bild entstand am 4. August 2012 – Foto: White House/Pete Souza

Amerikas Waffenfreunde und viele Republikaner hatten Obamas Worten nicht geglaubt: Der US-Präsident will ein Gewehr besitzen, er soll auf Tontauben schießen, in Camp David, mit anderen Staatsoberhäuptern und er hat auch noch Spaß daran? Nein, diese Geschichte, die Obama in einem Interview mit dem Magazin “New Republik” zum Besten gegeben hatte, wollten und konnten vor allem die Mitglieder der einflussreichen Waffenlobby NRA ihm einfach nicht abnehmen.

“Warum wissen wir nichts davon. Und wo sind die Fotos”, zweifelte öffentlich die Kongress-Politikerin, Republikanerin Marsha Blackburn über Obamas Aussage, dass sie “die ganze Zeit in Camp David auf Tontauben schießen würden”. Selbst seine Töchter Malia (14) und Sasha (11) seien als Beobachter manchmal dabei, verriet Obama. Schießen würden die Teenager aber selbst nicht.

“Niemals”, brüllten die Obama-Kritiker und forderten Beweise. Auch natürlich in der Hoffnung, es gebe keine. Denn dann hätte man wieder ein Indiz mehr gehabt, dass Obama keine Ahnung von Waffen hat und sie den Amerikanern nur einfach wegnehmen will. Von wegen mehr Sicherheit für Schulkinder, alles nur vorgeschoben, so die Verschwörungtheoretiker des Landes.

Obama und die Regierung wollen die Amerikaner entwaffen, um sie dann unterdrücken zu können, glauben viele Waffennarren. So wie es Stalin, Hitler, Mao und alle andere Diktatoren dieser Welt auch getan haben. Zumindest in den queren Gehirnen dieser Wahnsinnigen – und davon gibt es nicht wenige in den USA – hat sich diese Angst festgesetzt. Woher sie kommt, bleibt Normaldenkenden ein Rätsel.

Wie auch immer. Obama hat ein Gewehr und schießt damit sogar, auf Tontauben und auch mit anderen Waffenfreunden. Eine totale Ablehnung von Waffen zumindest können die Kritiker ihm jetzt nicht mehr vorwerfen. Aber natürlich werden sie schnell eine neue Verschwörungstheorie verbreiten: Das Bild ist gar nicht echt, sondern manipuliert. Klar, genauso wie auch Obamas Geburtsurkunde. Donald Trump, übernehmen Sie!