Unschuldig in der Todeszelle – mein großes Portrait über Damien Echols

Todesstrafe in Amerika. Es gibt wohl kein politisches Thema, das die USA so eindeutig in zwei Lager teilt wie „capital punishment“. Die einen sind dafür, die anderen dagegen. Dazwischen gibt es nichts.

Der genetische Fingerabdruck hat Menschen vor dem Henker gerettet

Dass Menschen in diesem Land unschuldig zum Tode verurteilt und auch hingerichtet werden, daran gibt es wohl keinen Zweifel. Allein die Tatsache, dass in jüngster Zeit einige der Verurteilten nach Jahren „on death row“ wieder freigelassen wurden, ist ein Indiz dafür. Dabei helfen den Todeskandidaten heute vor allem die neuen und immer besser werdenden DNA-Analysen. Der genetische Fingerabdruck, den es früher nicht gab, hat mittlerweile eine beängstigende Zahl von Menschen vor dem Henker gerettet.

Damien Echols - mein Portrait über den Mann, der 18 Jahre und 78 Tage unschuldig in der Tdeszelle gesessen hat im Playboy

Damien Echols – mein Portrait über den Mann, der 18 Jahre und 78 Tage unschuldig in der Todeszelle gesessen hat – Foto: Jürgen Frank/Playboy

Einer dieser Unschuldigen ist Damien Echols. Der heute 38-Jährige hat fast sein halbes Leben in der Todeszelle von Arkansas gesessen oder, wie er es sagt, „in der Hölle auf Erden“. Und das für ein grauenhaftes Verbrechen, das er ganz offensichtlich nicht begangen hatte. Nach 18 Jahren und 78 Tagen wurde Damien Echols im vergangenen Jahr von einem Richter aus der Todeszelle in die Freiheit entlassen.

Damien Echols leidet noch heute unter seinen Erlebnissen in der Todeszelle

Heute lebt Echols zusammen mit seiner Frau Lorri, die ihn „on death row“ geheiratet und jahrelang für seine Freiheit gekämpft hat, in Salem im amerikanischen Bundesstaat Massachusetts.

Ich habe Echols in der Stadt in Neuengland, die durch ihre Hexenprozesse des 17. Jahrhunderts berühmt geworden ist, besucht. Fast zwei Tage hatte ich die Gelegenheit mit ihm und seiner Frau zu sprechen. Dabei habe ich einen intelligenten Mann erlebt, der noch heute unter seinen traumatischen Erlebnissen in der Todeszelle schwer zu leiden hat.

Im Gespräch mit Damien Echols vor seinem Haus in Salem. Foto: Jürgen Frank

Im Gespräch mit Damien Echols vor seinem Haus in Salem. Foto: Jürgen Frank

Mein großes Portrait über Damien Echols – ab Donnerstag im aktuellen Playboy (Juli 2013) und hier in „Mein Portfolio“.