Ein Foto für die Geschichtsbücher

US-Präsident Obama im Oval Office des White Houses am Telefon mit dem neugewählten iranischen Präsidenten Hassan Rouhani. Das Thema: Irans Atom-Programm. Fto: White House/Pete Souza

Ein historischer Moment: US-Präsident Obama im Oval Office des White Houses am Telefon mit dem neugewählten iranischen Präsidenten Hassan Rouhani. Seit 1979 hat es zwischen den USA und dem Iran keine offiziellen Gespräche mehr gegeben. Das Thema zwischen Obama und Rouhani: Irans Atom-Programm. Foto: White House/Pete Souza

Wer hätte das noch vor ein paar Wochen gedacht. Zu diesem Zeitpunkt stand die USA kurz vor einem Militärschlag gegen das Terrorregime von Bashar al-Assad in Syrien. Und zwischen Amerika und Syriens engstem Verbündeten, dem Iran, herrschte absolute Funkstille.

Und jetzt: Ein Krieg gegen Syrien konnte zumindest vorerst vermieden werden. Assad hat sich bereit erklärt, seine Chemiewaffen abzugeben und unter internationale Kontrolle zu stellen. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat eine entsprechende Resolution am Freitag verabschiedet. Und dass einstimmig! Selbst Russland und China, die bisher kompromislos an der Seite Syriens standen, haben für die UN-Resolution gestimmt!

Wirtschaftskrise: Irans Präsident braucht eine Lockerung der Sanktionen

Und auch im Iran scheint es Bewegung zu geben. Der neugewählte Präsident Hassan Rouhani spricht vor der UN und in Interviews davon, auf die Entwicklung einer Atombombe zu verzichten.

Noch müssen den Worten auch Taten folgen. Zweifel sind angebracht. Denn natürlich geht Rouhani nicht selbstlos und ohne Hintergedanken auf den Westen zu. Sein Land steckt aufgrund der jahrelangen Sanktionen in einer schweren Wirtschaftskrise und braucht dringend Hilfe von Außen. Doch ein erster Hoffnungsschimmer ist die Verzichtserklärung dennoch.

Historischer Moment: US-Präsident spricht mit iranischem Präsidenten

Auch das Telefonat zwischen US-Präsident Obama und Rouhani, das erste Gespräch eines amerikanischen Präsidenten mit seinem iranischen Counterpart seit der Revolution im Iran 1979 und der anschließenden Geißelnahme von US-Botschaftsangehörigen für 444 Tage, ist ein weiteres Zeichen, dass sich die Beziehungen zwischen den beiden Ländern entspannen könnten. Es wäre nicht nur gut für das Verhältnis zwischen den USA und dem Iran, sondern für die ganze Welt.

Wie gesagt: Vor wenigen Wochen hätte man das alles nicht für möglich gehalten!

P.S. Wenn sich jetzt noch US-Präsident Obama und die Republikaner beim Haushalt einigen und den Shutdown der Regierung verhindern könnten!?