Gefährlich: Donald Trump stellt Wahlergebnis in Frage!

Donald Trump hat in diesem Wahlkampf Dinge gesagt, für die Schüler in Amerika zum Direktor zitiert oder für ein paar Tage von der Schule suspendiert werden würden. Er hat Mexikaner als Kriminelle und Vergewaltiger beschimpft, Moslems mit Terroristen gleichgestellt. Er hat sich über Behinderte lustig gemacht, Kriegshelden diffamiert, Frauen als „dick“ und als „Schweine“ beleidigt und zuletzt Hillary Clinton als „nasty woman“, als „abscheuliche Frau“, bezeichnet.

Vieles schien in den vergangenen Monaten an „Teflon-Donald“ abzupeilen und seinen Umfragewerten nicht zu schaden. Erst nach dem Prahlhans-Video, in dem Trump damit angab, Frauen ungestraft in den Schritt fassen und küssen zu dürfen, hat sich das geändert. Viele seiner weiblichen Fans haben sich seitdem angewidert von Trump abgewendet.

Was er in der dritten und letzten Debatte von sich gegeben hat, dürfte diese Abkehr weiter beschleunigen. Auch unter „weißen Männern“, bisher Trumps treueste Anhänger, hat Hillary Clinton mittlerweile eine Mehrheit.

Donald Trump stellt Wahlergebnis in Frage

Denn mit seiner öffentlichen Weigerung, das Wahlergebnis am 8. November anzuerkennen, hat Donald Trump ein Tabu gebrochen und dürfte selbst seine Anhänger ins Grübeln gebracht haben. Das bleibt zumindest zu hoffen.

„Ich werde es ihnen sagen, wenn es soweit ist“, antwortete Trump einem verdutzten Moderator Chris Wallace auf die Frage, ob er das Wahlergebnis akzeptieren werde. „Ich werde es spannend machen.“ Zwei Sätze, die nicht nur Hillary Clinton „horrifying“, also erschreckend fand. Selbst Wallace von Fox-News, ein Sender, der Trump hofiert, zeigte sich entsetzt.

Trump hatte etwas gemacht, was kein Präsidentschaftskandidat vor ihm gewagt hatte. Er hatte die Demokratie des Landes in Frage gestellt. Das Fundament, was Amerika, bei aller Kritik am Wahlsystem, wirklich „great“ gemacht hat. Der Verlierer akzeptiert die Entscheidung des Wählers, gratuliert dem Gewinner und das Land kann sich nach einer harten Kampagne der Kandidaten wieder versöhnen.

Donald Trump: Antiamerikanisch und unpatriotisch

Trumps scheint daran kein Interesse zu haben. Geht es ihm bei den Wahlen also nur um sich, seine Marke. Ist alles nur eine große Reality-Show? Oder geht es dem Mann, der mit dem Slogan kandidiert „Make America Great Again“ auch um das Land? Wie steht es um den Patriotismus eines Donald Trumps?

Dabei kommt seine Weigerung, das Wahlergebnis nur im Falle eines Sieges anzuerkennen,  nicht überraschend. Sie ist eine logische Folge seiner Verschwörungstheorien, mit denen er seit Tagen versucht, seine bevorstehende Niederlage rechtfertigen zu wollen.

Nicht er sei schuld, wenn Hillary gewählt werde. Es sind die treulosen Republikaner, die ihn im Stich gelassen haben, wütet Trump gegen die Partei. Es ist ein Zusammenschluss von ausländischen Kräften und den manipulierten, korrupten Medien, der ihm die Präsidentschaft stiehlt. Von einer „Verbrecherin Hillary, fähig zu allem“, spricht Trump und von „einem massiven Wahlbetrug“. Beweise hat er für seine wilden Phantasien von angeblich Millionen an toten Amerikanern und illegalen Einwanderer, die Hillary wählen werden, nicht.

Das Wahlergebnis in Frage zu stellen, ist gefährlich. Es ist antiamerikanisch und unpatriotisch!