Gefährlich: Donald Trump stellt Wahlergebnis in Frage!

Donald Trump hat in diesem Wahlkampf Dinge gesagt, für die Schüler in Amerika zum Direktor zitiert oder für ein paar Tage von der Schule suspendiert werden würden. Er hat Mexikaner als Kriminelle und Vergewaltiger beschimpft, Moslems mit Terroristen gleichgestellt. Er hat sich über Behinderte lustig gemacht, Kriegshelden diffamiert, Frauen als „dick“ und als „Schweine“ beleidigt und zuletzt Hillary Clinton als „nasty woman“, als „abscheuliche Frau“, bezeichnet.

Vieles schien in den vergangenen Monaten an „Teflon-Donald“ abzupeilen und seinen Umfragewerten nicht zu schaden. Erst nach dem Prahlhans-Video, in dem Trump damit angab, Frauen ungestraft in den Schritt fassen und küssen zu dürfen, hat sich das geändert. Viele seiner weiblichen Fans haben sich seitdem angewidert von Trump abgewendet.

Was er in der dritten und letzten Debatte von sich gegeben hat, dürfte diese Abkehr weiter beschleunigen. Auch unter „weißen Männern“, bisher Trumps treueste Anhänger, hat Hillary Clinton mittlerweile eine Mehrheit.

Donald Trump stellt Wahlergebnis in Frage

Denn mit seiner öffentlichen Weigerung, das Wahlergebnis am 8. November anzuerkennen, hat Donald Trump ein Tabu gebrochen und dürfte selbst seine Anhänger ins Grübeln gebracht haben. Das bleibt zumindest zu hoffen.

„Ich werde es ihnen sagen, wenn es soweit ist“, antwortete Trump einem verdutzten Moderator Chris Wallace auf die Frage, ob er das Wahlergebnis akzeptieren werde. „Ich werde es spannend machen.“ Zwei Sätze, die nicht nur Hillary Clinton „horrifying“, also erschreckend fand. Selbst Wallace von Fox-News, ein Sender, der Trump hofiert, zeigte sich entsetzt.

Trump hatte etwas gemacht, was kein Präsidentschaftskandidat vor ihm gewagt hatte. Er hatte die Demokratie des Landes in Frage gestellt. Das Fundament, was Amerika, bei aller Kritik am Wahlsystem, wirklich „great“ gemacht hat. Der Verlierer akzeptiert die Entscheidung des Wählers, gratuliert dem Gewinner und das Land kann sich nach einer harten Kampagne der Kandidaten wieder versöhnen.

Donald Trump: Antiamerikanisch und unpatriotisch

Trumps scheint daran kein Interesse zu haben. Geht es ihm bei den Wahlen also nur um sich, seine Marke. Ist alles nur eine große Reality-Show? Oder geht es dem Mann, der mit dem Slogan kandidiert „Make America Great Again“ auch um das Land? Wie steht es um den Patriotismus eines Donald Trumps?

Dabei kommt seine Weigerung, das Wahlergebnis nur im Falle eines Sieges anzuerkennen,  nicht überraschend. Sie ist eine logische Folge seiner Verschwörungstheorien, mit denen er seit Tagen versucht, seine bevorstehende Niederlage rechtfertigen zu wollen.

Nicht er sei schuld, wenn Hillary gewählt werde. Es sind die treulosen Republikaner, die ihn im Stich gelassen haben, wütet Trump gegen die Partei. Es ist ein Zusammenschluss von ausländischen Kräften und den manipulierten, korrupten Medien, der ihm die Präsidentschaft stiehlt. Von einer „Verbrecherin Hillary, fähig zu allem“, spricht Trump und von „einem massiven Wahlbetrug“. Beweise hat er für seine wilden Phantasien von angeblich Millionen an toten Amerikanern und illegalen Einwanderer, die Hillary wählen werden, nicht.

Das Wahlergebnis in Frage zu stellen, ist gefährlich. Es ist antiamerikanisch und unpatriotisch!

Donald Trump: Von Wahlbetrug und anderen Phantasien

Noch drei Wochen bis zu den Präsidentschaftswahlen am 8. November. Es sieht nicht gut aus für Donald Trump. Der Republikaner weiß das und bereitet sich auf seine Niederlage vor.

Ein „Loser“ will und kann Trump nicht sein. Eine Niederlage einzugestehen, passt nicht zu seinem Image. Also sucht er die Schuld bei anderen. Bei den treulosen Republikanern zum Beispiel, die ihn im Stich gelassen haben, bei der „korrupten Betrügerin Hillary“ und bei den „manipulierten, verlogenen und voreingenommenen Medien“. Oder war es doch dieser Zusammenschluss ausländischer Kräfte?

Donald Trump und seine Kumpels sprechen von „massivem Wahlbetrug“ – Beweise gibt es nicht und Studien widersprechen

Nein, ein „massiver Wahlbetrug“ wird seine Präsidentschaft verhindern, ist sich Trump mittlerweile und noch vor dem Urnengang sicher. Sein düsteres Fazit: „Demokratie in den USA ist nur eine Illusion“. US-Präsident Barack Obama kann sich bei solchem Pessimismus den Spott nicht verkneifen: „Er heult schon bevor die Stimmen gezählt wurden.“

Beweise für den „massiven Wahlbetrug“, von dem er schon beim Sieg von Barack Obama über seinen Herausforder Mitt Romney bei den Präsidentschaftswahlen 2012 sprach, hat Trump nicht. Dafür hat er menschliche Lautsprecher. „Ich müsste ein Idiot sein, wenn ich glauben würde, in Philadelphia und Chicago würden die Wahlen fair ablaufen“, trötet Trumps engster Berater Rudy Giuliani.

Ähnlich dumpf klingt auch Newt Gingrich, ein weiterer Trump-Verbündeter. „Wer sage, es gebe keinen Betrug, leugne die Realität.“ Die Frage bleibt, in welcher der einstige Sprecher des Abgeordnetenhauses lebt. Der amtierende zumindest, Paul Ryan, ebenfalls Republikaner, glaubt an diese düstere Prognosen nicht, genauso wenig wie Trumps Vize-Kandidat Mike Pence. Es gibt Hoffnung, auch in der einst „Grand Old Party“.

Ryan weiß, die Realität sieht anders aus. Mehrere Untersuchungen haben ergeben, dass bei knapp einer Milliarde Stimmen, die zwischen den Jahren 2000 und 2014 in den USA gezählt wurden, 31 (!) unter Wahlbetrug fielen. Eine Bananenrepublik ist Amerika wirklich nicht.

Donald Trumps Geschwätz von Verschwörungen hat System

Trumps Anhänger stören solche Fakten nicht. Dreiviertel (!) von ihnen glauben dem 70-Jährigen. Sie sollen, so ruft Trump seine Fans auf, die „Wahllokale im Auge behalten“. Es bleibt abzuwarten wie viele sich daran beteiligen werden.

Trumps Geschwätz vom Wahlbetrug hat natürlich System und einen tieferen Hintergrund. Es lenkt nicht nur von seinem Prahlhans-Video und den Vorwürfen sexueller Belästigung von Frauen ab. Es ist auch seine letzte Hoffnung, die Wahl doch noch herumzureißen.

Mit Verschwörungstheorien, kombiniert mit Hasstiraden gegen Bill und Hillary Clinton sowie gegen die korrupten Medien feuert er seine Anhänger weiter an. Sein Kalkül: Während die eigenen Wähler geschlossen für ihn stimmen werden, bleiben die Demokraten, angewidert vom schmutzigen Wahlkampf, lieber Zuhause. Geht sein Plan auf, kann es am Wahltag doch zu einer Sensation kommen.

Schniefender Donald Trump fordert Drogentest von Hillary

Hillary weiß um diese Gefahr. Sie wird die Katastrophe hoffentlich zu verhindern wissen. Die dritte und letzte Debatte am Mittwoch bietet ihr erneut eine Gelegenheit dazu. Einen Drogentest, wie ihn Trump von seiner Rivalin ernsthaft gefordert hatte, wird es aber nicht geben.

Einige Kommentatoren hatten sich ohnehin über Trumps Verdacht Verdacht, Hillary habe vor den beiden Debatten vielleicht Drogen genommen, gewundert. War es nicht Donald Trump, der durch sein fortlaufendes Schniefen jedem Zuschauer aufgefallen war. Eine Erkältung zumindest hatte der Republikaner nicht.

Donald Trump: Verloren hatte er die Wahl schon vor dem Prahlhans-Video


Was war die Aufregung groß am Wochenende, als die Washington Post ein Video von Donald Trump veröffentlichte, in dem er damit prahlte, dass er Frauen ungestraft in den Schritt fassen, sie küssen dürfe, nur weil er ein Star war.

„Der Wahlkampf ist zu Ende“, waren sich die meisten Kommentatoren einig. Davon erhole sich auch ‚The Donald’ nicht mehr. „Die Trump-Kampagne ist implodiert.“

Republikaner gehen auf Distanz zu Donald Trump, zu einem Sturz ihres Spitzenkandidaten fehlt ihnen aber Mut und Rückgrat

In Scharen distanzierten sich die Republikaner von ihrem Spitzenkandidat, von Condoleezza Rice bis John McCain. Am Ende waren es fast 60 teils hochrangige Parteimitglieder, die Trump die Gefolgschaft verweigerten. Dass diese aber zusammen mit den Einschaltquoten-Abhängigen US-Fernsehsendern Schuld am Aufstieg von Trump haben, daran wollte sich auf einmal niemand mehr erinnern. Solche Eingeständnisse liegen Politiker nicht.

Es war ja nicht das erste Mal, dass Trump Frauen beleidigte, Mexikaner als Vergewaltiger und Verbrecher beschimpfte, Moslem mit Terroristen gleichsetzte und sich über Behinderte lustig machte. Das Trump ein Bigott ist, ein Rassist, ein Frauenverächter, der das weibliche Geschlecht nach Aussehen in Kategorien und nach Nummern einteilt, das wussten die Republikaner auch schon vor dem Video.

Warum haben sie ihn nicht verhindert als es noch ging? Selbst jetzt können sie sich nicht geschlossen gegen ihren Kandidaten stellen. Paul Ryan, der Sprecher des Abgeordnetenhauses, will Trump nicht mehr unterstützen, seinen Rücktritt fordert er aber auch nicht. Was denn nun? Ein bisschen Rückgrat darf man schon erwarten.

Die Wahl für Donald Trump war schon lange vor dem Prahlhans Video verloren

Auf was warten also die Ryans dieses Landes eigentlich noch? Donald Trump war bereits am Ende bevor das Video seiner widerlichen Prahlerei bekannt wurde. In Amerika wird keiner Präsident, wenn er nicht auch die Stimmen der Frauen, Latinos, Schwarzen bekommt und von der eigenen Partei unterstützt wird. Mitt Romney musste das bei seinem Kampf um das White House schmerzlich erfahren.

Die Wahl ist längst verloren. Daran konnte auch die zweite Debatte nichts ändern, als Trump vielleicht noch die eigene Basis wieder versöhnen konnte. Mit der in einem US-Wahlkampf einmaligen Drohung, „Hillary ins Gefängnis zu bringen“ – also den politischen Rivalen – kann er Geblendete und Unbelehrbare begeistern. Eine Wahl gewinnt man mit solchen für Diktatoren üblichen Rachegelüsten nicht. Jetzt geht es nur noch um die Höhe der Trump-Niederlage. Sie wird vernichtend sein. Selbst Staaten wie Georgia und Utah, die bisher sicher in Republikanerhand waren, wackeln.

Donald Trump Folgen: Republikaner verlieren das White House und den Senat

Also, was dann Republikaner? Warten die Konservativen auf weitere Videos, um einen dann aber endgültgien Bruch rechtfertigen können. Neue Enthüllungen, die das belegen, was alle schon wissen? Die wird es geben? Schon kursieren Gerüchte von „Trump-Tapes“, auf denen er Schwarze mit dem N-Wort beschimpft. Mit ihrem Schweigen, ihrer Charakterlosigkeit verlieren die Republikaner nicht nur den Kampf ums Weiße Haus, sondern vermutlich auch die Mehrheit im Senat und vielleicht sogar das Abgeordnetenhaus. Sie hätten es verdient.

Und dann? Hillary Clinton im White House. Der Kongress in Hand der Demokraten. Ein Albtraum für die Konservativen des Landes.

Donald Trump wird seine Niederlage nicht nur damit begründen, dass Hillary ihm die Wahl auf kriminelle Art und Weise gestohlen hat. Er wird auch die Republikaner anklagen, ihm in den Rücken gefallen zu sein und sie damit auf lange Zeit weiter spalten. Die Partei der Neinsager, seit Jahren schon zerrissen und richtungslos, wird dann endgültig zu einem konservativen Chaos-Haufen weißer Männer. Dann aber ohne Entscheidungskraft.

Donald Trump wird nicht verschwinden. TV-Kanal mit Roger Ailes?

Doch das wird nicht das Schlimmste sein. Wenn die Republikaner Donald Trump nicht noch vor der Wahl stürzen und so demontieren, dass er sich in seinem goldenen Penthouse im New Yorker Trump Tower verkriechen muss, werden die Partei, Amerika, die Welt ihn auch nach dem 8. November nicht mehr loswerden. Trump verschwindet nicht. Eine schreckliche Vorstellung.

Schon ist die Rede von einem eigenen Fernsehsender, den er zusammen mit dem wegen sexueller Übergriffe auf Mitarbeiterinnen gefeuerten Fox-TV-Chef Roger Ailes, mit Rudolph Giuliani – was ist eigentlich aus dem einstigen 9/11 Bürgermeister-Helden geworden? – und Fox rechtem Einpeitscher Sean Hannity gründen will.

Das wäre dann genau die ideale, chauvinistische Truppe für „frauenfeindliche Umkleidegespräche“ nach dem Geschmack eines Donald Trumps. Man mag sich gar nicht vorstellen wollen, was auf einem solchem Kanal alles hinter den Kulissen und ohne Mikrophon geredet wird und am Ende auch noch gesendet wird. Die Lügen, Halbwahrheiten und der Müll, den Trump in seinem Wahlkampf bisher abgesondert hat, werden im Vergleich dazu harmlos wirken.

TV-Debatte: Hat Hillary wirklich gewonnen?

Hillary Clinton gewinnt die erste Debatte gegen Donald Trump. 62 zu 27 Prozent, hat CNN in einer Umfrage ermittelt. Einige Kommentatoren sprechen von einer „schweren Niederlage für Trump“, gar von einem „Knockout“.

Wirklich?

Hillary total überlegen aber Trump gewinnt wichtige Punkte

Hillary Clinton war Donald Trump intellektuell überlegen. Sie war besser vorbereitet, kannte die Fakten, wusste, worüber sie sprach. Daran gab es keinen Zweifel. Bei „The Donald“, konnte man sich da nicht so sicher sein. Er war eindeutig schlecht vorbereitet, schwamm häufig, schniefte und griff nervös zum Wasserglas. Dass er Hillary ständig ins Wort fiel, war neben seinen schlechten Manieren sicherlich auch kein Zeichen von Souveränität.

Nur hat Trump die Debatte dadurch wirklich so hoch verloren wie einige, vor allem liberale Kommentatoren meinen? Vielleicht sogar schon die Wahl? Oder spielt da bei vielen auch Wunschdenken mit? Ein Trump kann und darf nicht Präsident werden – so einer nicht.

Dabei hat „Donald“ wie ihn Hillary immer wieder provozierend nannte – Trump möchte mit Mister Trump angesprochen werden und nicht mit seinem Vornamen – auch wichtige Punkte während der Debatte für sich gewonnen.

Insbesondere als es über das Handelsabkommen NAFTA ging und Trump fast schon „präsidial“ auftrat. In den strukturschwachen Gegenden von Pennsylvania, Ohio und Michigan, drei wichtige Swing-States, die Trump immer wieder erwähnte und gewinnen muss, kommt Kritik an NAFTA gut an. Viele glauben, dass ihnen das Abkommen die Jobs weggenommen hat. Und die Clintons, Bill als US-Präsident und Unterzeichner des Vertrages, und Hillary, sind dafür verantwortlich.

Konservative: Eindeutiger Debatten-Sieger Donald Trump

Trump dagegen will NAFTA neu verhandeln und damit die Jobs zurückbringen – der „Retter der Vergessenen“. Dass das eine Illusion ist und Trump keinen Plan hat, interessiert vielleicht Wahlbeobachter in New York, Washington und Los Angeles. In Ohio und Michigan dagegen kaum jemanden. Dort will auch keiner die Steuererklärung von Trump sehen, sondern neue Jobs. Die Hoffnung stirbt als Letztes.

Hillary musste sich von Trump dagegen den Vorwurf der „typischen Politikerin“ gefallen lassen, die in den vergangenen 30 Jahren viel geredet aber wenig getan hat. Ein populistischer, inhaltsloser Spruch, der aber nicht nur bei Trump-Anhängern gut ankommt. Konservative Medien wie der Drudge Report, Breitband oder CNBC sehen deshalb auch Trump als wahren Sieger der Debatte. In ihren Umfragen lag der Immobilientycoon klar (80-20% Drudge, 75-24% Breitband, 61-39% CNBC) vor der Demokratin.

Hillary Clinton hat es bei aller Überlegenheit versäumt, ihrem Konkurrenten in der Debatte den entscheidenden Schlag zu versetzen. Gelegenheiten hatte sie genug. Trumps Planlosigkeit bei der Wirtschaft, im Kampf gegen die ISIS, seine Beleidigungen gegenüber Frauen, Latinos, Moslems, Behinderte und vor allem bei der „Birther“-Frage.

„Birther Frage“: Hillary vertane Chance eines Knockouts

Trumps vor Jahren angezettelte, rassistische Debatte, Barack Obama sei in Kenia geboren und könne als Nicht-Amerikaner gar nicht Präsident sein, ist das Fundament seines politischen Erfolgs. Ohne diese Behauptung, die er bis vor wenigen Wochen noch vertreten hat, hätte es Trump als Präsidentschaftskandidat nie gegeben. Hillary hätte ihn hier nicht so leicht vom Haken lassen dürfen.

Zwei Fernsehdebatten hat Hillary Clinton noch, Trump vor knapp 100 Millionen TV-Zuschauern einen „politischen Knockout“ zu versetzen und ihre Wahl endgültig zu sichern. Sie sollte sie nutzen. Nicht, dass es am 8. November doch noch eine böse Überraschung geben sollte.

Donald Trump: Schon am Ende?

Warst das schon für Donald Trump?

Nach dem Parteitag der Demokraten hat Hillary Clinton ihren Vorsprung in den nationalen Umfragen auf sieben Punkte ausgeweitet.

Noch wichtiger: In den umkämpften Swing States liegt die Demokratin deutlich vor dem ungeliebten Kandidaten der Republikaner. In Pennsylvania, Michigan, Virginia und Wisconsin sind es im Schnitt fünf Prozent, in Colorado gar beachtliche acht Punkte. Gut sieht es in New Hampshire aus, wo Hillary fast vier Prozent Vorsprung hat, in North Carolina sind es zumindest zwei.

Nur in Ohio und Iowa ist es knapp. Genauso wie in Florida wo „The Donald“ im Schnitt gleichauf ist mit Clinton. Eine Umfrage von NBC sieht Hillary aber auch hier deutlich vorne. Ein Schock für Trump dürften die Zahlen aus dem bisher sicheren Republikaner-Staat Georgia sein. Dort wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen gemeldet.

Skandal um muslimischen US-Kriegshelden könnte Trump die Wahl kosten

Doch es könnte alles noch schlimmer kommen. Der Skandal um die Familie des im Irak getöteten muslimischen US-Kriegshelden Humayun Khan kostet ihm selbst bei treuen Anhängern Sympathien und Stimmen.

Trump hat Mexikaner diffamiert, Frauen beleidigt, Behinderte veralbert und damit zu einem Aufschrei nicht nur bei seinen Gegnern gesorgt. Doch mit seinen Angriffen auf die Familie eines Kriegshelden hat er eine Grenze überschritten.

Amerikas Kriegsveteranen fordern von Trump eine öffentliche Entschuldigung für die Beleidigungen, die die Eltern des toten US-Soldaten seit ihrem Auftritt auf dem Parteitag der Demokraten über sich ergehen lassen mussten. Bisher denkt Trump nicht daran. Im Gegenteil: Er heizt das Thema weiter an.

„Don’t boo, vote“- Warum Hillary Clinton die Wahlen verlieren kann

War es das also für Trump? Es sind noch mehr als drei Monate bis zu den Wahlen. Da kann viel passieren. Wer hätte gedacht, dass Trump überhaupt der Kandidat der Republikaner werde.

Doch der Trend spricht eindeutig gegen Trump. Er weiß das und bereitet knapp 100 Tage vor den Wahlen seine Anhänger auf eine Niederlage vor. Schon spricht er von „rigged elections“, von manipulierten Wahlen, die er nicht gewinnen kann. Auch hinter den TV-Debatten im September vermutet er eine Clinton-Verschwörung. Will Trump aussteigen und sich Hillary im Fernsehen nicht mehr stellen.

Die größte Gefahr für Hillary Clinton ist im Moment, dass viele ihrer Anhänger bereits denken, sie wird schon gewinnen und dabei vergessen zur Wahl zu gehen. „Don’t boo, vote“ hatte US-Präsident Barack Obama die Demokraten auf dem Parteitag aufgefordert. Denn sonst kann es am Ende doch noch zu einer bösen Überraschung kommen.

7 Gründe, warum Präsident Obama gewinnt, 7 Gründe, warum Mitt Romney gewinnt

Barack Obama gegen Mitt Romney – die Schlacht ist geschlagen. Jetzt haben etwas mehr als 200 Millionen wahlberechtigte US-Bürger die Wahl, wer in den kommenden vier Jahren das Land führen darf. Bleibt es Präsident Obama oder wird Herausforderer Mitt Romney Amerikas neuer Commander-in-Chief.

Die letzten Umfragen prophezeien ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Bundesweit liegen Obama und Romney mit 49 zu 49 Prozent (CNN) gleich auf. In den neun wichtigen Swing States allerdings hat Obama einen leichten Vorteil, er führt in acht von neun Schlüssel-Staaten vor Romney.

Sieben Gründe, warum Obama Präsident bleiben wird:

  • Obama hat den eindeutig leichteren Weg die notwendigen 270 Wählmänner zu gewinnen. Er hatte während des gesamten Wahlkampfes in den meisten der acht wichtigsten Swing States die Nase vorn. Und so lange der Top-Swinger“, Ohio, Obama-Land bleibt, bleibt er auch Präsident.
  • Hurrikan Sandy hat Obama geholfen. Acht von zehn Amerikaner sind mit seiner Arbeit als Krisenmanager der Nation zufrieden. Noch wichtiger: Die Katastrophe hat das Stimmungshoch von Romney gestoppt.
  • Am Ende des Wahlkampfes hat Obama in Umfragen bundesweit doch noch fast 50 Prozent der Wähler hinter sich. Alles unter 48 Prozent wäre für jeden amtierenden Präsidenten kritisch.
  • Obama ist der Kandidat der Demokraten, daran gab es nie Zweifel. Romney blieb bis zuletzt der ungeliebte Kandidat in seiner eigenen Partei. Wer Obama wählt, will tatsächlich einen Präsidenten Obama. Wer Romney wählt, stimmt gegen Obama und nicht unbedingt für Romney. Um eine Wahl zu gewinnen, ist das zu wenig.
  • Die Arbeitslosenquote ist am Ende doch noch zwei Monate in Folge unter acht Prozent geblieben. Die letzten Zahlen von 171.000 neuen Jobs im Oktober haben Obama geholfen.
  • Obamas Wahlkampf ist besser organisiert als der seines Gegners. Er hat mehr Freiwillige, mehr Büros in den einzelnen Staaten und mehr junge, engagierte Leute hinter sich. Und auch im Internet hat er einen großen Vorteil gegenüber Romney.
  • Obama hat eine Zweidrittel-Mehrheit unter der Gruppe der Latinos. Bei den Frauen konnte Obama ebenfalls seinen Vorsprung halten.

Und sieben Gründe, warum Romney neuer Präsident wird:

  • Noch nie in der Geschichte der USA (Ausnahme ist nur Franklin D. Roosevelt 1936) ist ein Präsident mit einer Arbeitslosigkeit von mehr als 7.4 Prozent wieder gewählt worden. Die aktuelle Quote liegt bei 7.9 Prozent.
  • Eine Mehrheit (51 Prozent) der Amerikaner ist mit der Wirtschaftspolitik von Obama unzufrieden. Romney als Geschäftsmann liegt hier, bei einer weiterhin schwachen US-Wirtschaft, mit fünf Prozent (54 Prozent) vor dem Präsidenten.
  • Das oberste Ziel der Konservativen ist es, Obama abzuwählen und ihm eine zweite Amtszeit zu verwehren. Die Wahlbeteiligung unter den Republikaner wird deshalb höher sein als noch vor vier Jahren.
  • Romney hat über den Wahlkampf hinweg eine Mehrheit unter den Partei-Unabhängigen halten können. Eine Gruppe, die die Wahlen entscheiden kann.
  • Obama hat die Wahl durch seinen desaströsen Auftritt in der ersten Debatte am Ende doch noch verloren. Romney konnte sich als wirkliche Alternative präsentieren.
  • Die Dominanz der Weißen unter den Wählern ist am Ende doch höher als die der Latinos und der Frauen.
  • Die Umfragen in den Swing States sind – wie Republikaner behaupten – falsch oder parteiisch und es gibt am Wahlabend eine große Überraschung.

„Thrilla in Boca“ – Analysen zur dritten Debatte. Romney wird zum Twitter-Gespött

Obama hat die dritte Debatte (59.2 Millionen TV-Zuschauer) gewonnen. Daran dürfte es kaum Zweifel geben. Ob es dem Präsidenten aber bei der Wiederwahl helfen wird, ist fraglich. Romney hat keine großen Fehler gemacht, aber auch nicht geglänzt wie in der ersten Debatte. Er hat auf Nummer sicher gespielt.

Was bleibt am Ende hängen von diesem Abend an der Lynn Universität in Boca Raton, Florida: Romneys fehlende Erdkunde-Kenntnisse? Seine Versprecher Irak/Iran oder Assad/Kofi Annan oder doch eher Obamas spöttische Belehrung an Romney, das Militär habe sich verändert und es gebe heute „weniger Pferde und Bajonette“?

Mit dem Spruch des Abends machte Obama Romney gleich wieder zum Gespött in der Twitter-Welt. Nach seinem „Big Bird Angriff“, seinem „Ordner voller Frauen“und jetzt den „horses and bayonets“ steht eins bereits fest: Romney und Twitter werden bis zur Wahl keine Freunde mehr werden!

Obama gegen Romney: Stimmen zum „Thrilla in Boca“:

„Romney hatte nichts Substantielles zur Außenpolitik zu sagen und wirkte oft verloren. Romney klang, als ob er unterstrichene Stellen eines Infos-Textes oder ein Buch für Anfänger über Weltgeschichte gelesen hatte.“ (New York Times)

„Mit 65 hat Romney offenbar gedacht, er müsse nichts mehr lernen. Doch Präsident Obama hat ihn in Sachen Außenpolitik auf die Schulbank gesetzt und unterrichtet. Romney war nicht schlecht, aber er war immer in der Defensive.“ (Robert Simon, Politico.com)

„Obama hat seine Basis bedient. Er war deutlich besser in der Substanz. Es ist aber unwahrscheinlich, dass sein Auftritt die Wahl entscheiden wird. Romney hat sein Ziel erreicht, für die US-Wähler eine wirkliche Alternative zu sein. Wertung für beide: B+“ (Mark Halperin, Time)

„Nach der episch schwachen Vorstellung in Denver hat sich Obama mit den beiden folgenden Debatten wieder aus dem Loch gezogen. Sein Vorteil in der Außenpolitik wird nicht verschwinden, es wird ihn stärken.“ (Andrew Sullivan, Newsweek)

„Wenn es einen Unterschied zwischen Obama und Romney in ihrer Außenpolitik gegeben hat, habe ich das verpasst.“ (Arianna Huffington)

„Romney wollte nur ‚akzeptabel‘ sein. Er hat keinen Grund gesehen, auf Kritik zu antworten und Alternativen in der Außenpolitik aufzuzeigen.“ (Chuck Todd, MSNBC)

„Wer hätte gedacht, dass die Kandidaten in der dritten Debatte so oft übereinstimmen würden.“ (Washington Post)

Konservative kritisieren Debatten-Auftritt von Romney

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„Weniger Pferde und Bajonette“ – Obama gewinnt dritte Debatte gegen Romney

David Gergen, Ex-Berater gleich mehrerer Präsidenten (Nixon, Ford, Reagan und Clinton), hatte sich vor der Debatte festgelegt: „Wer heute Abend gewinnt, wird auch der nächste Präsident.“

Nach dieser Prophezeiung wird Präsident Obama die Wiederwahl am 6. November gewinnen. Und das deutlich. Im dritten und letzten TV-Duell, dem „Thrilla in Boca“, in dem es (eigentlich) um Außenpolitik gehen sollte, hatte der 51-jährige Amtsinhaber klare Vorteile.

Obama überzeugte als Commander-in-Chief. Und das ohne Cowboy-Gehabe. Nur bei einer möglichen Bedrohung durch einen nuklearen Iran will Obama wie auch sein Konkurrent Romney die Kriegsoption nicht ausschließen.

„Thrilla in Boca“: Obama schlägt Haken, Romney duckt sich und klammert

Wie schon bei seinem Sieg in der zweiten Debatte war Obama auf Angriffs-Modus gestellt. Er brauchte genau 1.51 Minute um einen ersten Haken zu landen und Romneys Außenpolitik als „falsch und waghalsig“ zu bezeichnen. Ein Schlag, den Obama während der gesamten 90 Minuten immer wieder austeilte.

Und Romney? Er verhielt sich wieder so wie im September diesen Jahres als ihn selbst die Konservativen wegen seines fehlenden Kampfeswillen kritisierten. Der Herausforderer spielte auf Nummer sicher und stimmte eigentlich mit Obamas Politik in fast allen Punkten überein. Romney hatte keine andere Iran-Politk, nichts gegen den Abzug aus dem Irak und Afghanistan. Selbst beim Thema China war kein großer Unterschied zu der aktuellen US-Politik zu erkennen.

Romneys Strategie war klar: Nur keine Fehler machen! Und auf keinem Fall von Krieg reden. Romney der Friedensengel. Nur gewinnt man so Wahlen? Vielleicht. Das Thema Außenpolitik interessiert ohnehin viele US-Bürger nur am Rande. Den meisten Wählern geht es um die Wirtschaft, um Jobs. Das wusste auch Romney. Nicht wenige Fragen zur Außenpolitik des schwachen Moderators, CBS News Legende Bob Schieffer, ignorierte der Herausforderer geschickt und lenkte die Debatte lieber zu Themen, mit denen er Punkte machen konnte. Am Ende handelte ein Drittel der Debatte zur Außenpolitik von Ökonomie und Arbeitsplätzen.

Doch Obama wusste diesmal darauf zu reagieren und nannte Romney während der Diskussion erneut indirekt einen Lügner („das ist einfach nicht wahr“). Obama teilte seine Haken aus. Und Romney? Er argumentierte nicht überzeugend wie in der ersten Debatte, sondern um in der Sprache der Boxer zu bleiben „duckte sich lieber und klammerte“.

Blitzumfragen: Obama gewinnt dritte Debatte gegen Romney deutlich

Obama hat die dritte Debatte eindeutig gewonnen. Und den besten Spruch hatte er auch: Auf die Kritik von Romney, die US-Marine sei schwach und habe heute zu wenige Schiffe, konterte Obama: „Wir haben heute auch weniger Pferde und Bajonette. Wir haben heute Schiffe, die wir Flugzeugträger nennen und Schiffe, die untertauchen können, Atom-U-Boote. Wir spielen nicht Schiffe versenken und zählen keine Boote. Wir setzen Prioritäten.“

In einer Blitzumfrage von CNN sahen 48 Prozent der Befragten Obama als Sieger, 40 Prozent votierten für Romney. Bei CBS gewann Obama die Debatte gegen Romney noch deutlicher mit 53 zu 23 Prozent. Ob damit auch die Vorhersehung von Präsidentenberater David Gergen eintritt, wird sich zeigen. Die Wahlen bleiben bis zum 6. November ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Der „Thrilla in Boca“ – die dritte und entscheidende Debatte in Florida

Runde drei im Fernseh-Duell zwischen Präsident Obama und Herausforderer Mitt Romney.  Am heutigen Montag (21.00 Uhr Ortszeit) kommt es in Boca Raton, Florida, zum “Thrilla in Boca”. Die wichtigte und für viele Beobachter wahlentscheidende Debatte im Präsidentschaftswahlkampf 2012. „Do or Die“, punkten oder sterben, lautet die Devise nach dem 1:1 aus den letzten beiden Debatten diesmal für die Kandidaten.

Nach dem desaströsen Auftritt von Obama beim ersten Showdown in Denver und seinem überzeugenden Sieg im zweiten TV-Duell (Gallup gibt die zweite Debatte mit 51 zu 38 Prozent an Obama), gilt es für beide den entscheidenden Treffer zum 2:1 Gesamtsieg zu landen.  Das Thema ist diesmal die Außenpolitik. Obama ist da eigentlich im Vorteil. Doch trotz seiner Erfolge ist es auch ein gefährliches Plaster für ihn.

Einerseits kann der Präsident mit dem Ende des Irak-Kriegs, dem Abzug der US-Truppen aus Afghanistan und der geglückten Militär-Aktion gegen Osama bin Laden seine Stärke zeigen, anderseits ist er durch den immer noch nicht geklärten Anschlag in Libyen mit vier toten US-Diplomaten, sein Nicht-Treffen mit Israels Primeminister Benjamin Netanyahu bei der UN in New York sowie seine für viele Amerikaner lasche Iran-Politik angreifbar.

Obama gegen Romney – noch nie waren Debatten so wichtig wie im Wahlkampf 2012

Mitt Romney dagegen dürfte wegen seiner peinlichen Auftritte auf seiner einzigen Europa-Reise während des Wahlkampfes genügend Angriffsfläche für Obama bieten. Dazu wird ihn der Amtsinhaber auf Details seiner Iran-Politik (will Romney einen Krieg?) sowie seiner Stellung zu Afghanistan und China festnageln.

Beide Lager bereiten sich erneut seit Samstag in Boot-Camp-Manier auf das Duell vor. Obama in Camp David, Romney in Boca Raton, Florida. Und das mit gutem Grund. Nie zuvor haben Debatten eine so wichtige und entscheidende Rolle gespielt wie in diesem Wahljahr. Lag Obama vor dem ersten TV-Duell scheinbar uneinholbar vorne, drehte sich das Blatt plötzlich nach dem überzeugenden Auftritt von Mitt Romney. Obama konnte die Schmach von Denver erst eine Woche später bei der zweiten Debatte in Hempstead, New York, wieder wettmachen.

Wahlkampf: Kopf-an-Kopf-Rennen bis zum letzten Tag

Seinen großen Vorsprung jedoch scheint Obama durch das Denver-Desaster verloren zu haben. Laut Gallup lag Romney Mitte der Woche sogar bundesweit mit 51 zu 45 Prozent in Front. Eine Umfrage von Rasmussen korrigierte diese deutlich Führung jedoch einen Tag später: Danach lag Romney nur noch mit einem Prozent (49 zu 48 Prozent) in Front. Und am Wochenende sah Reuters/Ipsos Obama wieder mit 46 zu 45 Prozent vor seinem Herausforderer.

Etwas entspannter für Obama scheint die Situation in den wichtigen Swing States Iowa, Wisconsin, Nevada und Ohio (Staaten, die ihn zum Präsidenten machen würden) zu sein, wo der Amtsinhaber seine Führung ausbauen oder verteidigen kann. Doch alles in allem ist es ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Jeder Fehler bei der dritten Debatte könnte die Entscheidung auf der Zielgerade des Wahlkampfes bringen. Der “Thrilla in Boca” ist wirklich ein Gänsehaut-Kampf.

Postengescharre noch vor den Wahlen

Während sich Präsident Obama und Herausforderer Mitt Romney erneut in Boot-Camp-Manier auf ihre dritte und vielleicht entscheidende Debatte am Montag in Boca Raton, Florida, vorbereiten, hat knapp zwei Wochen vor den Wahlen hinter den Kulissen bereits das Gescharre um Posten begonnen. Und das auf beiden Seiten. Die engsten Vertrauten und Berater der Kandidaten bringen sich in Stellung und bewerben sich um die wichtigsten Posten.

Obama-Double und Romney-Ersatz drängen in die Regierung

Wie die New York Times berichtet, haben auf den Top-Posten im Außenministerium in einem Kabinett Obama oder Romney bereits mehrere Personen Ambitionen angemeldet. John Kerry, der an diesem Wochenende in Camp David Präsident Obama für die Debatte „Thrilla in Boca“, coacht, will Außenministerin Hillary Clinton beerben. Kein wirklich großes Geheimnis in Washington. Kerry war schon 2008 in der engeren Auswahl des Chef-Diplomaten, verlor aber gegen Clinton. Diesmal ist Amerikas UN-Botschafterin Susan Rice seine härteste Konkurrentin.

Romneys Außenminister John Bolton? Obamas Stabschef David Plouffe?

Rob Portman, Senator aus Ohio und Obama-Double, der im zwei-Tage-Trainigslager in Boca Raton Mitt Romney auf die Debatte vorbereitet, schielt dagegen auf den Posten des Finanzministers. Er war vor der Wahl von Paul Ryan auch als Vize-Präsident im Gespräch. Der 57-Jährige wird aber auch als Stabschef gehandelt.  Als Außenminister ist der Ex-Weltbankchef Robert Zoellick im Gespräch. Die Konservativen verlangen jedoch einen Kandidaten aus ihren eigenen Reihen: John Bolton, der knallharte und auch international höchst umstrittene Falke, der unter Bush ohne Bestätigung des Kongress für 16 Monate UN-Botschafter war, gilt als ihr Favorit.

Bei Obama könnte dagegen Stabschef Jacob S. Lew zum Finanzminister aufsteigen, während Obamas oberster Wahlkampf-Manager David Plouffe das White House zusammenhalten soll. Auch Obamas engste Vertraute Valerie Jarrett, wird als Stabschefin gehandelt.

Postengescharre noch vor der Wahl! Dabei müssen Obama und Romney erst einmal die Wähler in ihrer dritten Debatte am Montag und am 6. November an der Urne von sich überzeugen. Vielleicht sollten sich die Kandidaten zunächst darauf konzentrieren, bevor sie einen Kuchen verteilen, der noch nicht einmal gebacken ist.