Generäle, Milliardäre, Twitter. Und Romney? Wie Donald Trump regieren will

„Man sollte Donald Trump eine Chance geben. Es wird schon nicht so schlimm werden.“ Einer meiner Leser empfahl mir nach meinem Kommentar zum neuen US-Präsidenten sogar mit der „Klugscheißerei“ aufzuhören und erst einmal „sechs Monate in den Urlaub zu gehen“.

Vier Wochen später wissen wir schon mehr darüber wie Trump denkt, wie er regieren will. Einen Grund zur Entwarnung gibt es nicht!

Stimmungsmache auf Twitter

Trump spricht selbst nach seinem Sieg weiterhin von „manipulierten Wahlen“, von zwei Millionen illegalen Stimmen für Hillary Clinton. Ohne die hätte er nicht nur das Electoral College der Bundesstaaten gewonnen, sondern auch die Mehrheit der „popular vote“. Beweise hat Trump nicht. Aber es ärgert ihn, dass Hillary mehr als 2,6 Millionen Wähler mehr gewonnen hat als er.

Auch über die „Lügenpresse“ schimpft Trump weiter, über die New York Times, CNN, generell über alle unliebsamen Journalisten. Wollen die, die von „Lügenpresse“ sprechen, nicht einen anderen Staat?

Konsequenzen fordert Trump in einem Tweet für Demonstranten, die die US-Flagge verbrennen. Er droht, sie ins Gefängnis zu werfen, ihnen die Staatsbürgerschaft wegzunehmen. Er stellt sich damit gegen den Supreme Court und die Verfassung. Das Oberste Gericht erlaubt diesen Protest als freie Meinungsäußerung. Und Amerikanern die Staatsbürgerschaft zu entziehen, verstößt gegen die US-Constitution.

Alt_pruasdienten schauen Nachfolger

Entsetzen: Amerikas Präsidenten John F. Kennedy, Abraham Lincoln, Theodore Roosevelt, George Washington und Franklin. D. Roosevelt verfolgen im Fernsehen ihren „Nachfolger“ Donald Trump. Quelle: Titelblatt The New Yorker, Februar 2016

Trump-Chefstratege: Leninist, Nationalist, Rechtsextremist

Deutliche Zeichen setzt Donald Trump auch bei der Besetzung der wichtigsten Posten seiner Regierung.

Der gefürchtetste unter ihnen ist Trumps Chefstratege Steve Bannon. Ein Harvard-Absolvent, der die Internetplattform Breitbart zum Sammelbecken der „Alternativen Rechten“ gemacht hat. Rechtsradikale, Neo-Nazis, Antisemiten und Rassisten haben hier ihre Heimat gefunden und feierten Bannons Ernennung mit Hitler-Gruß.

„Ich bin kein weißer Nationalist. Ich bin ein Nationalist“, sagt Bannon über sich selbst. „Finsternis ist gut. Darth Vader. Satan. Das ist Macht.“ Manchmal vergleicht er sich mit Lenin – einer, der die Regierung von innen zerstören will. „Amerika, fürchte dich“, warnen selbst Republikaner vor Bannon.

Trump-Regierung: Generäle, Milliardäre und ein durchgeknallter Rechter

Hartliner besetzen auch die wichtigsten Ministerposten. Nur beim Außenminister zögert Trump noch. Vier-Sterne-General David Petraeus, Rudy Giuliani und Mitt Romney sind im Gespräch. Letzterer, einst ein erbitterter Trump-Gegner, scheint sich jetzt ins Amt buckeln und kriechen zu wollen. Selbst öffentliche Demütigungen von Trumps Sprecherin können Romneys Anstand und Ehre nicht erschüttern.

David Petraeus wäre der dritte General unter Trump. Auch der künftige Nationale Sicherheitsberater Michael Flynn trägt drei Sterne und gilt als Falke. Der 57-Jährige musste 2014 wegen seines Führungsstils als Chef des Militärgeheimdienstes zurücktreten. Den Islam verallgemeinerte Flynn „als einen Krebs, der sich hinter dem Label einer Religion versteckt“. Mit Russland dagegen pflegt der General dubiose Geschäftsbeziehungen. Während des Wahlkampfes hatte Flynn falsche Nachrichten (Fake-News) und Verschwörungstheorien über Hillary im Internet gestreut. Außenminister Colin Powell, ein Republikaner, nennt Flynn „einen durchgeknallten Rechten“.

General als Verteidigungsminister: „Es macht Spaß, ein paar Leute zu erledigen.“

Im Pentagon setzt Trump auf einen Marine (Slogan: The Few, The Proud – die Wenigen, die Stolzen). Verteidigungsminister James Mattis nennen sie „Mad Dog“, einen „verrücktet Hund“. Der erste General an der Spitze des Pentagons seit George Marshall im Jahr 1950.

Macht es nicht Sinn, die weltweit größte und stärkste Militärmacht von einem Zivilisten führen und kontrollieren zu lassen? Für den Pentagon-General muss sogar das Gesetz umgangen werden. Das schreibt vor, dass Militärs erst sieben Jahre nach ihrem Ausscheiden einen zivilen Regierungsposten einnehmen dürfen. Mattis ist 2013 in Pension gegangen.

Davor leitete der General Kriegseinsätze in Afghanistan und im Irak. Berühmt ist Mattis für Sätze wie: „Es macht Spaß, ein paar Leute zu erledigen.“ Oder: „Sei freundlich, professionell aber habe einen Plan jeden zu erschießen, den du triffst.“ Eine Friedenstaube ist Mattis wirklich nicht.

An Trumps Kabinettstisch sitzt ein Vermögen von 35 Milliarden Dollar

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Donald Trump ist eine politische Katastrophe für Amerika und die Welt

Präsident Donald Trump. Drei Worte, an die ich mich gewöhnen muss.

Ich habe zu keinem Zeitpunkt geglaubt, dass dieses Wahlergebnis möglich ist. Ich dachte Amerika sei besser. Ich habe mich getäuscht.

Nach einem schwarzen Mann, eine Frau zur Präsidentin zu wählen, war offenbar zu viel Fortschritt für das Land.

Als Demokrat muss und werde ich die Wahl anerkennen. Ich weigere mich aber, mir jetzt die positiven Seiten von Donald Trump herauszupicken, wie es einige Kommentatoren machen.

Haben wir schon alles vergessen, was Donald Trump gesagt hat. Er hat Mexikaner als Vergewaltiger und Drogendealer diffamiert, Moslems mit Terroristen gleichgesetzt, Kriegshelden beleidigt, sich über Behinderte lustig gemacht und Frauen zu Sex-Objekten degradiert. Ein Präsident für alle Bürger? Nun wirklich nicht.

Die Wahl von Donald Trump ist eine Katastrophe und eine Schande für Amerika.

Eine Demokratie kontrolliert sich selbst, beruhigen mich viele. Richtig. Aber wie? Trump ist nicht nur Präsident, er hat eine Mehrheit in beiden Kammern des Kongress. Etwas, was Präsident Obama nicht hatte.

Wahlergebnis

Vorläufiges Endergebnis. Auch ohne Michigan und New Hampshire, die noch nicht entschieden sind, hat Donald Trump die Mehrheit des Electoral College und damit die Präsidentschaft gewonnen. Auch in den beiden Kammern des Kongress verfügt der neue Commander-in-Chief über eine Mehrheit. Screenshot: RealClearPolitics.com

Trump kann durchregieren. Wer will ihn aufhalten? Die Demokraten sind in Senat und im Repräsentantenhaus in der Minderheit. Moderate Republikaner? Eine schwache Hoffnung. Was bleibt ist die Presse, die vierte Gewalt wie es heißt. Doch die hat schon während des Wahlkampfes versagt. Und die Bürger. Erste Demonstrationen gibt es gegen Trump. Es werden nicht die letzten bleiben.

Präsident Donald Trump: Wird alles viel schlimmer als man heute denkt?

Das war doch alles nur Wahlkampf, höre ich jetzt. Trump hat das alles nicht so gemeint. Wirklich? Woher nimmt man diese Erkenntnis?

Rudy Giuliani (72) soll außenpolitischer Berater oder Justizminister werden, alternativ auch Chris Christie, gegen den gerade Ermittlungen laufen. Newt Gingrich (73) wird Außenminister, Sarah Palin bekommt das Innenressort. Saraaaaah Palin!!!! Es wäre ein Horrorkabinett, wenn sich diese ersten Berichte bestätigen sollten.

Es wird schon nicht so schlimm werden, sagen einige. Ist das so? Hat man das nach der Wahl von George W. Bush nicht auch gesagt? Wo hat das geendet: Irak-Krieg, Wirtschaftsdepression.

Warum soll es bei Trump nicht so schlimm werden? Ich sehe keine Anzeichen. Ich befürchte eher das Gegenteil.

Trump will Obamacare abschaffen. Er wird es tun. Mehr als 20 Millionen Menschen verlieren ihre Krankenversicherung. Wer wegen eines Notfalls in den Emergency Room muss, weiß, was das bedeutet. Dort sitzen all die, die sich keinen Arzt leisten können.

Mindestlohn? Kann man vergessen. Steuererleichterungen für das “obere eine Prozent”, die Top-Verdiener? Ganz sicher. Bessere Waffengesetze? Eher das Gegenteil. Abschiebung illegaler Einwanderer? Darauf kann man wetten, auch wenn es aus logistischen Gründen nicht elf Millionen sein werden.

Angst macht auch die angekündigte „Starker-Mann“ Außenpolitik. TTIP-Handelsabkommen? Am Ende. NAFTA? Neu verhandeln. Handelskrieg mit China? Wird man sehen. ISIS? Wegbomben. Syrien? Keine Idee. Eine Bromance mit Putin muss helfen. Überhaupt dürfte Russlands Präsident mit der US-Wahl zufrieden sein.

Konservative Revolution durch neuen Supreme Court

Trump will aus dem Pariser Klimaabkommen aussteigen, Umweltauflagen in den USA lockern, wenn nicht ganz aufheben. Ein Mann, der glaubt, dass der Klimawandel Quatsch und “eine Zeitungsente” ist, wird das machen. Trumps möglicher Kandidat für die US-Umweltbehörde EPA glaubt nicht an einen von Menschen verursachten Klimawandel.

Eine konservative Revolution könnte die Neubesetzung des Supreme Courts auslösen. Das Recht der Frauen auf Abtreibung, gleichgeschlechtliche Ehen, die Stärkung der Rechte der LGBT-Gemeinde, der Angestellten und Arbeiter stehen auf dem Spiel. Trump wird bald einen neuen Richter nominieren und ihn im Gegensatz zu Obama auch im Kongress durchbekommen. Es wird ein Konservativer sein.

Noch reicht das nicht für eine Kehrtwende. Doch zwei weitere liberale Richter sind 83 und 78 Jahre alt und wollen in den Ruhestand gehen. Das würde dem Land auf Jahrzehnte einen konservativen Supreme Court beschweren.

Was bleibt also? Viel mehr als Hoffnung ist es nicht. Die Hoffnung, dass ich mich erneut täusche. So wie beim Ausgang der Wahl.

Electoral Votes: So funktioniert das US-Wahlsystem

Es ist alles gesagt. Jetzt wird gewählt. Und ausgezählt. Doch wie funktioniert das US-Wahlsystem eigentlich?unnamed Eine Erklärung.

Wer in den USA Präsident werden will, braucht bundesweit nicht die meisten Wählerstimmen zu gewinnen. Auch eine Minderheit kann eine Hillary Clinton oder einen Donald Trump ins White House bringen.

George W. Buhs reichte Minderheit an Stimmen, um Präsident zu werden

Zuletzt schaffte das George W. Bush im Jahr 2000. Damals stimmten nur 50.456.062 US-Bürger für den Republikaner, mehr als eine halbe Million weniger als für seinen Konkurrenten Al Gore (50.996.582).

Doch George W. Bush gewann in einer denkwürdigen Wahl die meisten Wählmänner der einzelnen Bundesstaaten, 271 so genannte Electoral Votes. Al Gore brachte es nur auf 265. Auch ein wochenlanges Nachzählen der Stimmen im umstrittenen Florida halfen Gore damals nicht. Am Ende gestand der Demokrat seine Niederlage ein, obwohl er vor Gericht die Wahl hätte anfechten können.

Electoral Votes: Wählmänner der einzelnen Bundesstaaten entscheiden die Wahl

Auch zwischen Hillary Clinton und Donald Trump entscheiden die Electoral Votes der Bundesstaaten darüber, wer im Januar 2017 ins White House einziehen wird.

Dabei gewinnt nach dem Mehrheitswahlrecht derjenige alle Wahlmänner, der auch die meisten Stimmen in dem jeweiligen Bundesstaat gewinnt. Dabei gilt: The Winner takes it all! Eine Aufteilung der Wahlmänner gibt es bis auf zwei kleine Ausnahmen nicht. Insgesamt braucht ein Kandidat 270 Electoral Votes!

Hillary Clinton ist nach den letzten Analysen klare Favoritin

Und so sieht es nach den letzten Umfragen aus.

Hillary Clinton ist in allen drei ausgewählten Analysen Favoritin. Der Weg von Donald Trump, die erforderlichen 270 Wahlmänner zu gewinnen, ist deutlich schwerer und eigentlich nur theoretisch möglich. Hillarys “Wand von blauen Staaten”, also Bundesstaaten, die demokratisch und für sie wählen, hält. Trump muss sich dagegen sogar um einige seiner “roten Staaten”, wo traditionell republikanisch gewählt wird, sorgen.

Nate Silver, FiveThirtyEight.com

Letzte Analyse Nate Silver

Die Analyse des Daten Gurus Nate Silver. Screenshot: FifeThirtyEight.com

Geht es nach Nate Silver, dem Daten-Guru der letzten Jahre, hat Hillary Clinton eine 71,4 Prozent Chance die nächste Präsidentin zu werden. Donald Trump liegt abgeschlagen bei nur 28,6 Prozent. Silver geht davon aus, dass alle wichtigen Swing States (Nevada, Florida, North Carolina und New Hampshire) von Hillary gewonnen werden. Einen Weg für einen Trump-Sieg sieht der Mann von FiveThirtyEight. com nicht.

RealClearPolitics.com

Knappes Rennen: Screetshot: RealClearPolitics.com

Knappes Rennen: Screenshot: RealClearPolitics.com

Die letzte Electoral Vote Karte von RealClearPolitics.com, eine Seite, die aus allen Umfragen einen Durchschnitt errechnet, sieht Hillary Clinton knapp in Front. Danach wird sie 272 Electoral Votes gewinnen, Donald Trump schafft 266. New Hampshire mit seinen nur vier Wahlmännern macht Hillary dabei zur Präsidentin.

Die letzte Umfrage der Los Angeles Times.

Eine sehr positive Prognose der Los Angeles Times

Eine sehr positive Prognose kommt von der Los Angeles Times. Erstaunlich: Das Blatt sah in seinen nationalen Umfragen Trump fast immer vor Hillary, zuletzt am Montag mit 48-43 Prozent.

Ein Hillary-Sieg von 352 zu 186 Electoral Votes, den die Los Angeles Times errechnet hat, würde für Clinton einem Erdrutschsieg gleichkommen. Donald Trump hätte Mühe, diese klare Niederlage anzuzweifeln und sie mit „rigged Election“, also „manipulierten Wahlen“ zu rechtfertigen.

US-Politik direkt LIVE: So lief die Wahlnacht

Das Protokoll der US-Wahlnacht bis zur Entscheidung

23.20 Uhr: Obama gewinnt Ohio und damit mehr als 270 Wahlmännerstimmen. Wenn die restlichen Staaten auch noch dazukommen, wird es doch noch ein Erdrutsch-Sieg. Und wie erklärt das Romney-Camp diese deutliche Niederlage?

23.18 Uhr: CNN: Präsident gewinnt die Wahlen gegen Mitt Romney!!!!

23.15 Uhr: Oregon geht an Obama. Almost done. 256 Stimmen für Obama, offiziell fehlen ihm nur noch 14 Stimmen. Die Wahl ist gelaufen!

US-Politik direkt: Präsident Obama bleibt Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika!!!!!

23.12 Uhr: Auch New Mexico bleibt Obama Land. Das war allerdings erwartet. Chicago feiert.

23.10 Uhr: CNN: Obama gewinnt Iowa. Die Wahl ist entschieden. Nur noch ein Wunder kann Romney jetzt noch retten.

23.09 Uhr: Die Denver Post gibt Colorado an Obama. Ein großer Sieg.

23.05 Uhr: Die Demokraten halten ihre Mehrheit im Senat. Mit der Mehrheit der Republikaner im Abgeordnetenhaus ist der nächste Kongress gespalten. Das Regieren für den nächsten Präsidenten wird damit erneut extrem schwierig.

23.03 Uhr: Nun also doch: CNN gibt Wisconsin an Obama. North Carolina geht an Romney. Stand: 238 zu 191.

23.00 Uhr: Obama gewinnt Kalifornien, Washington und einen seiner Heimatstaaten Hawaii. Keine Überraschung. Aktueller Stand der Wahlmänner: 228 zu 176.

22.50 Uhr: Auch CNN gibt Minnesota an Obama.

22.46 Uhr: Welche Bundesstaaten kann Romney noch gewinnen, um Präsident zu werden? Viele Optionen hat er nicht mehr. Wenn Florida oder Ohio an Obama geht, ist die Wahl vorbei.

22.39 Uhr: NBC, CBS News und ABC News geben Minnesota an Obama. Wieder ein Staat, auf den Romney gehofft hatte, geht an den Präsidenten. Schon jetzt ist klar: Karl Rove, das „Hirn“ von George W. Bush, lag mit seiner Prognose voll daneben. Rove glaubte, Romney gewinne mit einem Vorsprung von 32 Wahlmänner.

22.29 Uhr: CNN hat in Wisconsin immer noch Romney vorne. NBC und Fox News haben den Staat des Romney Vizes, Paul Ryan, schon lange an Obama gegeben. Hält CNN den Staat künstlich offen?

22.24 Uhr: Zweiter Abtreibungs-Schwachkopf abgewählt. Todd Akin, der Senator aus Missouri, der glaubt, der „weibliche Körper könne abschalten, um eine Schwangerschaft nach einer Vergewaltigung zu verhindern“, verliert das Rennen gegen die Demokratin Claire McCaskill. Die Demokraten gewinnen den „War on Women“.

22.18 Uhr: Alex Castellanos, Republikaner und Kommentator auf CNN, hat den Glauben an Romney verloren. Florida – im Moment noch sehr knapp – scheint am Ende des Abends an Obama zu gehen. Die noch nicht ausgezählten Distrikte im Sonnenstaat sind „heftig demokratisch“, sagt Castellanos.

22.04 Uhr: CNN gibt genauso wie NBC New Hampshire an Obama. Nur vier Stimmen aber SEHR wichtig. New Hampshire, ein anderer „Heimatstaat“ von Romney war eigentlich ein Muss.

22.01 Uhr: In CNN Exit Polls führt Obama in Nevada (51-45) und Iowa (52-46).

21.57 Uhr: In drei Minuten: Nevada und Iowa, beide super wichtig für Obama.

21.52 Uhr: NBC gibt New Hampshire an Obama. Bleibt es dabei, gewinnt Obama den ersten der acht wichtigsten Swing States für Obama. Für Romney wird es jetzt schon eng.

21.47 Uhr: Richard Mourdock, der Senator, der eine „Schwangerschaft nach einer Vergewaltigung als Geschenk Gottes“ sieht, verliert seinen Sitz im Senat an den Demokraten Joe Donnelly.

21.42 Uhr: PENNSYLVANIA (20 Stimmen) für Obama!!!!!! Ein großer Schritt in Richtung Präsidentschaft. Obamas Chef-Berater David Axelrod darf seinen Bart behalten. Er wollte ihn abrasieren, falls Obama Pennsylvania verliert.

21.40 Uhr: Obama gewinnt Wisconsin! (18 Stimmen) Auch Fox News gibt den Staat an den Präsidenten. Romney/Ryan verlieren ihre Heimatstaaten!

21.37 Uhr: NBC gibt Wisconsin an Obama. CNN hält sich noch zurück. Es wäre ein wichtiger Sieg für Obama. Die Midwest-Firewall scheint zu halten.

21.15 Uhr: Auf Twitter gibt es bereits einen hashtag #stayinline für all die, die in Virginia und Florida in langen Schlangen noch vor den Wahllokalen stehen.

21.09 Uhr: Ganz nebenbei eine andere wichtige Entscheidung: Die Republikaner werden die Mehrheit im Repräsentantenhaus halten können, der Ausgang für den Senat ist noch offen, mit Tendenz für die Demokraten. Ein geteilter Kongress für den nächsten Präsidenten.

21.05 Uhr: CNN Exit Polls für Wisconsin: 52 zu 46 Prozent für Obama. Gute Zahlen für Obama. Romneys Running Mate Paul Ryan, der aus Wisconsin kommt, hatte in seinem Heimatstaat einen Dauer-Wahlkampf geführt, um den Staat zu drehen.

21.00 Uhr: Michigan geht an Obama! Romney hatte auf eine Überraschung gehofft. Sein Vater war hier Gouverneur, er ist dort aufgewachsen. Doch der Auto-Staat bleibt Obama-Land. Ein wichtiger Sieg für Obama aber es wird die Wahl nicht entscheiden.

20.53 Uhr: In sieben Minuten: u.a. Wisconsin und den Swing State Colorado. Gibt es jetzt einen Trend?

20.48 Uhr: Auch in Virginia gibt es immer noch lange Schlangen vor den Wahllokalen obwohl sie offiziell geschlossen sein müssten. Angeblich bleiben sie jetzt vier Stunden länger auf. Warum gibt es eigentlich immer dieses Chaos und immer in umkämpften Staaten?

20.42 Uhr: Romney gewinnt die Südstaaten Alabama und Georgia. Keine Überraschung. Warten auf Virginia, Florida und OHIO.

20.38 Uhr: In Florida gibt es immer noch lange Schlangen vor den Wahllokalen, obwohl sie bereits geschlossen sein müssten. Fast 60 Prozent der Stimmen sind dort bereits ausgezählt und Obama hat aktuell einen knappen Vorsprung.

20.05 Uhr: Zwei Stunden Wahlabend und bisher keine wirkliche wichtige Entscheidung. Enttäuschend.

20.00 Uhr: Obama gewinnt Connecticut, Delaware, Washington DC, Illinois, Maryland, Maine, Massachusetts (Heimatstaat von Romney), Rhode Island – alles keine Überraschung. Und Romney gewinnt Oklahoma. Aktueller Stand: 64-40 für Obama bei den Wahlmännerstimmen.

19.55 Uhr: In fünf Minuten: Pennsylvania, New Hampshire und vielleicht eine erste wichtige Entscheidung in Florida.

19.35 Uhr: Email vom Obama-Team: „Dringend: Bitte telefonieren. Wir brauchen noch Stimmen in den umkämpften Staaten.“

19.30 Uhr: CNN Exit Polls: Ohio: 51 Prozent Obama, 48 Prozent Romney. North Carolina: 49-49. Guten Zahlen für Obama bisher.

Ohio, Ohio, Ohio, Ohio

19.25 Uhr: Spannung. In fünf Minuten schließen West Virginia, North Carolina und OHIO.

New York Empire States Building zählt live Wahlmännerstimmen mit blauen (Obama) und roten (Romney) Lichter auf der Spitze.

Auch Romney soll eine Siegesrede geschrieben haben. Nicht klar, ob es auch eine Rede im Falle einer Niederlage gibt.

19.18 Uhr: MSNBC gibt Indiana (11) und Kentucky (8) an Romney. Das war zu erwarten.

19.10 Uhr: Erste Zahlen aus Florida: Obama 55 Prozent, Romney 45 Prozent (allerdings erst vier Prozent ausgezählt). Florida könnte eine Vorentscheidung für Obama bringen. Romney lag in den letzten Umfragen immer in Front. Ein Muss-Staat für Romney.

19.02 Uhr: Virginia: 49 zu 49 Prozent – Exit Poll (Wählerumfrage nach Stimmabgabe) von CNN.

19.01 Uhr: CNN gibt Vermont (3 Stimmen) an Obama, Kentucky (8) an Romney. Keine wirkliche Überraschung.

19.00 Uhr: Die Wahllokale in Georgia, South Carolina, Vermont, Teilen Floridas und Virginia schließen. Interessant ist hier nur der erste wichtige Swing State Virginia.

18.50 Uhr: Erster Höhepunkt des Wahlabends. Eine Prognose für den Swing State Virginia – in 10 Minuten.

Präsident Obama soll bereits am Morgen seines Siegesrede geschrieben haben. Und wenn er verliert? Dafür soll es keine Rede geben.

18.15 Uhr: Erster Ärger in Pennsylvania mit Wahlmaschinen. Bei mindestens zwei leuchtete der Name Rommey auf, obwohl für Obama gestimmt wurde.

18.09 Uhr: Die erste Zahl kommt aus Kentucky. Romney 74 Prozent, Obama 24 Prozent (aber erst ein Prozent der Stimmen ausgezählt). Keine wirkliche Überraschung.

18.00 Uhr: Los geht es!

Die ersten Wahlkokale in Indiana und Kentucky schließen. Beide Staaten sind „rot“ und diesmal fest in der Hand der Republikaner. Eine Überraschung ist nicht zu erwarten. Die insgesamt 19 Wahlmännerstimmen werden wohl an Herausforderer Mitt Romney gehen.

Interessant wird es erst in einer Stunde, wenn auch Virginia gewählt hat. Zum Ende des Wahlkampfes konnte Obama hier in Umfragen doch noch zu Romney aufschließen oder ihn gar knapp überholen.

Der Top-Swinger jedoch kommt 30 Minuten nach Virginia, OHIO. Wer hier gewinnt, dürfte auch Präsident werden. Obama hatte bis zuletzt in den Umfragen eine sichere Mehrheit in dem heftig umkämpften Ohio.

Noch am Wahltag ging Romney und sein Running Mate, Paul Ryan, hier in Cleveland auf Stimmenfang. Die Herausforderer wissen, worum es geht: Noch nie gewann ein Republikaner ohne die 18 Wahlmänner aus Ohio die Präsidentschaft. Präsident Obama dagegen blieb am Dienstag cool und spielte mit Freunden und NBA-Champion Scottie Pippen Basketball. Eine Tradition, die ihm bisher Glück gebracht hat.

Neben Ohio schließen um 19.30 auch West Virginia (tief rot) und der Swing States North Carolina, wo Romney im Vorteil ist, ihre Wahllokale. Neben der Top-Trophäe des Abends Ohio könnte auch North Carolina einen Trend, vielleicht sogar eine Vorentscheidung bringen.

Und um 20.00 Uhr folgen bereits die nächsten wichtigen Staaten: Pennsylvania, ein muss für Obama, und die beiden Swing States Florida und New Hampshire. Ist danach die Wahl bereits gelaufen?

US-Wahlen: Das Kreuz mit den Umfragen

Wenigstens bei den Farben sind sie sich einig – blau und hellblau für Obama, rot und hellrot für Romney sowie gelb für Swing States und „noch nicht entschieden“. Doch ansonsten scheint die Huffington Post und Karl Rove bei ihren Umfragen unterschiedliche Wählergruppen zu befragen. Oder?

Wie sonst sind die gravierenden Unterschiede der beiden Polls zu erklären. Oder hat es etwa mit der politischen Richtung der beiden Internetportale zu tun? Die HuffPo eher links, Karl Rove ganz sicher rechts! Sind Umfragen nicht wissenschaftlich durchgeführte Befragungen? Oder interviewt Rove ganz gezielt nur oder zumindest mehrheitlich Konservative und die HuffPo nur Liberale und Linke?

Wahl-Umfragen als Stimmungmache

Schauen wir uns einmal die beiden Umfragen an. Nach der HuffPo darf sich Obama mit 332 Wahlmännerstimmen (270 sind nur für den Sieg nötig) auf einen Erdrutschsieg freuen. Romney mit bescheidenen 191 Stimmen wird dagegen eine der schwersten Niederlagen in der Geschichte der Republikaner erleiden. Swing States findet man bei der HuffPo kaum noch, einzig North Carolina ist übrig geblieben.

Erdrutschsieg für Präsident Obama (332 Wahlmänner aus den blauen und hellblauen Staaten) und eine schwere Niederlage für Mitt Romney (191 Stimmen aus den roten und hellroten Staaten)? So sieht die Huffington Post den aktuellen Stand bei den Umfragen. Nur noch North Carolina (gelb) ist ein Swing States. (Screenshot Huffington Post, Stand 27.09.12)

Ganz anders dagegen Karl Rove, einst George W. Bushs Wahlkampf-Manager und ein Genie in Sachen Umfragen. Hat er seine einstige Begabung, Wahlen halbwegs korrekt vorherzusagen noch oder sind seine Ergebnisse nur so rot eingefärbt, um die Hoffnung für Romney hochzuhalten?

Der Wahlausgang ist noch völlig offen? Karl Rove glaubt laut seinen Umfragen noch an acht Swing States mit 100 Wahlmänner-Stimmen (gelb), die Mitt Romney gewinnen kann. Damit könnte er Präsident Obama doch noch schlagen. Wunschdenken eines Konservativen oder die Genialität eines erfolgreichen Ex-Wahlkampf-Managers? (Foto: www.rove.com, Stand 27.09.12)

Dabei hatte Rove vor ein paar Monaten für Romney noch ein ziemlich düsteres Bild gemalt. Das scheint sich geändert zu haben, obwohl selbst ein Rove eingestehen muss, dass Romney deutlich zurückliegt. Doch „Bushs Hirn“ macht auf positiv und hofft noch auf insgesamt acht Swing States.

Roves Kommentar zu seiner aktuellen Wahlmänner-Karte: „Sieben Staaten haben sich in der vergangenen Woche verändert, vier in die Richtung von Romney aber nur drei zu Obama. Obama hat nur noch 196 sichere Wahlmänner mit vier Staaten (51 Stimmen), die zu Obama tendieren. Romney hat seine sicheren Stimmen auf 159 erhöht und hat 32 Stimmen, die wahrscheinlich zu ihm gehen werden.“

Wie gesagt, Rove macht in Optimismus. Rechnet man die Stimmen der sicheren und eigentlich sicheren aber einmal zusammen (Obama 247, Romney 191) sieht es auch bei Karl Rove eher düster für den Herausforderer aus. Obama fehlen nur noch 23 Stimmen (Florida würde zum Sieg reichen) Rommey dagegen 79. Der Republikaner müsste schon die Karte der Swing States fast komplett abräumen. Aber ist das zu erwarten?

Countdown – 100 Tage bis zur Wahl: Warum Obama US-Präsident bleibt!

Die „Electoral College“ Karte von Karl Rove. Auch das einstige „Hirn von George W. Bush“ sieht Obama nach seinen jüngsten Umfragen vom 16. Juli 2012 deutlich vorne. (Grafik: Rove.com)
Die heiße Phase des Wahlkampfs kann beginnen. Noch 100 Tage dann werden die Amerikaner über ihren künftigen Präsidenten entscheiden: Bleibt Barack Obama auch eine zweite Amtszeit im White House oder gewinnt der republikanische Herausforderer Mitt Romney?

Diese Frage bekomme auch ich immer wieder gestellt. Wer wird der nächste Präsident der USA? Meine klare Antwort: Barack Obama.

Diese Meinung hat sich seit den Vorwahlen der Republikaner nicht verändert, im Gegenteil. Heute bin ich mehr und mehr davon überzeugt, dass Obama deutlich gewinnen wird. Mitt Romney bleibt der unbeliebte Kandidat der Konservativen. Viele, vor allem die religiöse Rechte, die Basis der Republikaner, will nicht geschlossen für Romney stimmen. So lange sich das nicht ändert, wird es für Romney nicht reichen.

Wunschdenken? Vielleicht. Ich kann mit Obama als Präsident besser leben als mit Romney, auch wenn ich der Meinung bin, dass der Republikaner das Land ebenso regieren könnte. Ein Auswandern nach Kanada ist also nicht notwendig. Die Frage ist allerdings, wie würde Romney das Land regieren. Als Vorstandvorsitzender eines Konzerns namens USA oder als Staatsmann? Ich habe lieber einen Staatsmann als einen CEO wie Romney es vermutlich wäre.

Ich hatte Mitt Romney schon vor vier Jahren bei den Vorwahlen in New Hampshire live erlebt und dachte damals, dass er die Kandidatur der Republikaner gewinnen könnte. Doch mit dem Kriegsveteranen John McCain hatten die Partei 2008 eine wirkliche Alternative. Diesmal gab es die nicht, Romney gewann die Primaries, doch so richtig gewollt war er von der Grand Old Party nicht.

“Alles ist besser als Obama”, heißt das Motto bei den Republikanern. Reicht das um die Wahlen zu gewinnen? Ich denke nicht.

Es ist aber nicht nur die fehlende Unterstützung in den eigenen Reihen. Der farblose Romney selbst ist das Problem. Bisher spielt er auf Nummer sicher, keine kontroversen Meinungen und am besten überhaupt keine. Doch umso heißer der Wahlkampf wird, umso schwieriger wird es, diese Taktik weiter zu fahren. Amerika verlangt Antworten auf brennende Fragen und nicht rhetorisch auspfeilte Nicht-Meinungen. Wirtschaft und Jobs spielen dabei die wichtigste aber nicht einzige Rolle. Romneys Auswahl seines Vize-Präsidenten könnte einen Hinweis darauf geben, ob der Kandidat aus seiner Deckung herauskommt oder nicht.

Bleibt der Blick auf die Umfagen. Sie sprechen weiterhin nicht für den Herausforderer. Obama und Romney liegen Kopf-an-Kopf in den nationalen Umfragen. Doch welche Aussage haben diese Polls: Keine!

Entscheidend ist weiterhin das “Electoral College”, also die Wahlmänner aus den einzelnen Bundesstaaten. Und hier liegt Obama in allen Umfragen unverändert deutlich vor Romney. Die liberale Huffington Post sieht Obama mit 290 (270 braucht er nur) zu 191 Stimmen klar auf Siegkurs – vielleicht ein wenig zu optimistisch.

Doch selbst der konservative Karl Rove, das einstige “Hirn von Bush” und brillianter Umfragen- und Wahlanalyst muss sich schon viel Mühe geben, um positive Stimmung für Romney zu machen.  Auf seiner Electoral College Karte (siehe Foto) liegt Obama mit 194 zu 101 vorne. Zusätzlich sieht er 43 Stimmen, die zu Obama und 71, die zu Romney tendieren. Zusammen würde das bedeuten: 237 zu 171 – eine deutliche Führung für Obama.

Zu den umkämpften Swing States rechnet Rove insgesamt zehn Bundesstaaten. Darunter auch Michigan, Colorado und New Hampshire. Glaubt das Rove wirklich? Ich denke, dass die drei Staaten mit insgesamt 29 Stimmen für Obama sicher sein sollten. Damit hätte Obama 266 Stimmen und es fehlten ihm nur noch vier. Romney kann sich dann keine Niederlage mehr erlauben, muss also alles gewinnen: Ohio, Florida, Virginia, North und South Carolina, Missouri und Iowa. Ich halte das für ausgeschlossen.

Es sind noch 100 Tage bis zum Wahltag, da kann noch eine Menge passieren. Bricht die US-Wirtschaft zusammen, der Euro, der auch Auswirkungen auf die USA haben würde, oder gibt es andere schwere Krisen in den USA oder in der Welt, kann die Stimmung des Landes sehr schnell in die eine oder die andere Richtung kippen. Doch so lange es solche Katastrophen nicht geben wird, bleibe ich dabei:

Mitt Romney kann die Präsidentschaftswahlen nicht gewinnen, Barack Obama kann nur verlieren!

Schlechte Karte(n) für Romney

Karl Roves „Electoral College“ Analyse: „Bushs-Hirn“ sieht seinen Kandidaten, den Republikaner Mitt Romney, im Moment deutlich abgeschlagen hinter Präsident Barack Obama

Noch 150 Tage bis zur Präsidentschafts-Wahl im November. Und eigentlich kann sich Präsident Obama trotz der für ihn politisch katastrophalen vergangenen Woche erst einmal entspannen. In den Umfragen führt er in der Wählergruppe der Unabhängigen, der Frauen, der Latinos und der Afro-Amerikaner. Und auch als Spendensammler ist er trotz der „Niederlage“ im Mai gegen Romney mit insgesamt 196 Millionen Dollar in den ersten drei Monaten 2012 gegenüber Romneys 87 Millionen Dollar absolute Spitze.

Obama ist auf dem Weg zu seiner Wiederwahl. Das untermauern auch alle wichtigen Prognosen der „Electoral College“, also der Wahlmänner aus den einzelnen Bundesstaaten. Und nur die zählen am Ende! Hier liegt der Amtsinhaber deutlich vor seinem Herausforderer Mitt Romney.

So rechnet die Huffington Post solide 270 Wahlmänner-Stimmen (genauso viel braucht Obama, um Präsident zu bleiben) aus den 50 US-Bundesstaaten. Selbst eine Niederlage in den Swing States Ohio und Florida würde danach am Obama-Sieg nichts ändern. Und auch CNN tendiert eindeutig zu Obama und sieht das Rennen aktuell bei 247 (Obama) zu 206 (Romney). Ein Sieg von Obama in Florida würde bei CNN zum Sieg reichen oder Ohio und Virginia.

Wirklich bedenklich für Romney sind aber die Ergebnisse von Karl Rove, besser bekannt als das „Gehirn von George W. Bush“ oder als „Architekt“ der beiden Bush-Siege. Rove, wahrlich kein Liberaler oder gar Linker, zeichnet ein düsteres Bild für den republikanischen Herausforderer Romney.

Laut Roves „Electoral College“ Karte könnte Obama eigentlich schon die Champagner-Flaschen kalt stellen – Mitt Romney scheint hoffnungslos abgeschlagen. Nach der Rove-Analyse dürfte sich Obama sogar eine Niederlage in den beiden größten der sieben Swing States, Florida und Ohio leisten, wenn er die Staaten gewinnt, die zu Obama tendieren, plus Colorado.

Auch wenn 150 Tage im Wahlkampf eine Ewigkeit sind. Ich bleibe dabei: Mitt Romney kann die Wahlen nicht gewinnen, Obama kann sie nur verlieren.