„I did it“

Das offizielle Portrait von US-Präsident Barack Obama - Foto: Pete Souza

Das offizielle Portrait von US-Präsident Barack Obama – Foto: Official White House Photo by Pete Souza

Pünktlich zur Inauguration hat der offizielle White House Fotograf Pete Souza auch ein neues Portrait von Präsident Barack Obama gemacht. Das Bild von Obama ist am 6. Dezember 2012 im Oval Office vor dem Schreibtisch des Präsidenten entstanden. Es ist ein Foto, das künftig jede Amtsstube zieren wird. Und auch Besucher der USA werden mit diesem Obama-Bild bei ihrer Einreise begrüßt werden.

Barack Obama leistete am Sonntag kurz vor 12 Uhr Mittag in einer privaten Zeremonie im Blue Room des White Houses gegenüber dem US-Supreme Court Chief-Justice, John Roberts, seinen Amtseid. Mit dabei waren First Lady Michelle Obama – mit neuer Haarfrisur – und die beiden Kinder Sasha und Malia. Nach dem Amtseid sagte Obama erleichert zu seiner Tochter Malia: „I did it.“ (Geschafft!).

Obama öffentliche Vereidigung 2008 war durch einen Versprecher von Richter Roberts und einer nicht eingeplanten Pause von Obama fast zu einem peinlichen Auftritt geworden.  Die Inauguration wurde später – um auf Nummer sicher zu gehen – im White House noch einmal wiederholt. Diesmal verlief alles ohne Probleme.

Am Montag wird Obama noch einmal und öffentlich vor erwartet Hundertausenden von Zuschauern am Kapitol seinen Amtseid erneut sprechen.

Obama! Wo sind die Frauen?!

Vielleicht sollte US-Präsident Obama einmal seinen alten Rivalen Mitt Romney anrufen. Der hatte während des Wahlkampfes von seinen „Binders full of Women“ geschwärmt, „Ordnern voller qualifizierter Frauen“ also, die man ihm in seiner Zeit als Gouverneur in Massachusetts vorgelegt hatte, um wichtige Posten zu besetzen.

Barack Obama scheint einen echten Notstand an Frauen im White House zu haben. Klar, die First Lady Michelle Obama ist weiblich. Und auch eine seiner engsten und wichtigsten Beraterinnen, seine alte Freundin aus Chicago, Valerie Jarrett. Doch danach wird es schon sehr dünn mit Frauen in Spitzenpositionen.

Obama-Kabinett: Weiße Männer übernehmen die wichtigsten Posten

Die wichtigsten Posten seines Nationalen Sicherheits-Teams zumindest sind mit Männern besetzt: John Kerry als Außenminister, Chuck Hagel als Pentagon-Chef und John Brennan als neuen CIA-Boss. Susan Rice gehört zwar auch offiziell dazu, doch die sitzt fernab bei der UN in New York und hat keinen täglichen Zugang zu Obama.

Und jetzt soll auch noch White House Stabschef Jack Lew zum Finanzminister befördert werden. Wieder ein Mann und wieder ein Weißer, wobei wir beim zweiten Thema wären. 98 Prozent der Schwarzen haben Obama wiedergewählt. Bei den Frauen waren es 55 Prozent. Bei der Besetzung des Kabinetts kommt das nicht zum Ausdruck.

Für die African-Americans des Landes sitzt nur noch einer – wenn man mal von Obama selbst absieht – am Kabinetts-Tisch. Es ist der eher amtsmüde Justizminister Eric Holder. Das wars dann auch.

Und als die letzten „weiblichen Mohikanerinnen“ halten seit dem angekündigten Rücktritt von Arbeitsministerin Hilda Solis nur noch Heimatschutz-Chefin Janet Napolitano und Gesundheitsministerin Kathleen Sebelius die Fahne der Frauen hoch. Napolitano sollte eigentlich befördert werden und das wichtigere Justizamt übernehmen. Doch daraus wird wohl nichts.

Susan Rice und Michele Flournoy ohne Obama Unterstützung

Dabei ist es nun wirklich nicht so, als ob es keine qualifizierten Frauen in Amerika geben würde. Susan Rice wäre eine hervorragende Hillary Clinton Nachfolgerin im Außenministerium geworden. Doch Obama scheute den Konflikt mit den protestierenden Republikaner Amigos John McCain und Lindsey Graham. Enttäuschend!

Und für das Pentagon hätte Obama mit der ersten Frau, Michele Flournoy, auf dem Chefposten des Verteidigungsministeriums, Geschichte schreiben können. Eine verpasste Chance!

„Der Präsident ist immer auf der Suche nach den Besten“, sagt Obamas Pressesprecher Jay Carney. Wie gesagt: Mitt Romney hat angeblich einen ganzen Aktienordner davon.

Bo weihnachtet im White House

Zu Weihnachten scheint First Dog Bo die Herrschaft im White House übernommen zu haben. Der portugiesische Wasserhund schmückt nicht nur die offizielle „Holiday Card“, sondern ist im Amtssitz des amerikanischen Präsidenten auch gleich mehrfach vertreten.

Die offizielle und politisch korrekte „Holiday Card“ des White House. Die Künstlerin Larassa Kabel aus Des Moines, Iowa, hatte die Karte bereits im September entworfen. Sie zeigt Bo im Schnee (aktuell gibt es noch keine weiße Kulisse in Washington) vor dem Amtssitz des US-Präsidenten Barack Obama.

Insgesamt 54 Weihnachtsbäume stehen im festlich dekorierten White House. Der größte ist dabei über 5,5 Meter hoch und schmückt wie schon in den Jahren zuvor den Blue Room des Präsidenten-Amtssitzes. Er ist dekoriert mit Weihnachtskarten von Kindern, deren Mütter oder Väter auf US-Militärbasen der Welt stationiert sind. Das Motto in diesem Jahr ist „Joy for all“.

White House Hund Bo inspiziert in einem Video die Weihnachts-Dekoration

Das Konterfei des White House Hundes Bo ist auf insgesamt 40 Ornamenten zu sehen. Dazu haben die Helfer ein 135 Kilogramm schweres Lebkuchen-White House (mit 22 Kilogramm Schokolade) gebaut, vor der eine große Lebkuchen-Statue von Bo Wache hält. „Das zeigt, welchen Stellenwert Bo in diesem Haus genießt“, hatte First Lady Michelle Obama bei der offiziellen Eröffnung der Holiday-Saison erklärt.

Doch damit noch nicht genug Bo. In 85 Arbeitsstunden haben Künstler den First Dog noch aus 18.000 schwarzen und 2000 weißen Püscheln ein Denkmal gesetzt. Und dass auch alles richtig gemacht wurde, davon überzeugte sich Bo höchstpersönlich. In einem sehr schönen White House Video schreitet er für eine Inspektion durch den Amtssitz:

Chili-Gipfel – Obama trifft Romney

Erstes Treffen nach der Wiederwahl: Präsident Barack Obama und sein ehemaliger Herausforderer Mitt Romney im Oval Office. Später aßen die beiden zusammen in Obamas Private Dining Room (ebenfalls im West Wing des White House) zu Mittag. Foto: Official White House Photo by Pete Souza

Vielleicht sind es die kleinen Gesten, die eine künftige Zusammenarbeit möglich machen.

Als Barack Obama 2008 zum ersten Mal zum Präsidenten gewählt wurde, traf er seinen Konkurrenten John McCain elf Tage nach der Wahl – aber eigentlich nur, weil man das so macht. Obama konnte McCain auch nicht ins White House einladen – dort saß ja immer noch George W. Bush. Der neue Präsident speiste seinen unliebsamen Konkurrenten in dessen Büro in Chicago ab. McCain war dabei einer der letzten Rivalen, mit denen sich Obama aussprach. Zuerst durfte Hillary Clinton zu Obama, dann kam Bill Richardson (der Gouverneur von New Mexico hatte Hillary im Vorwahlkampf unterstützt) und dann erst der Unterlegene McCain.

John McCain hat bis heute seine Niederlage nicht verarbeiten können und glaubt immer noch, dass ihm eigentlich die Präsidentschaft gehört. Der Senator hat den Kontakt zu Obama mehr oder weniger abgebrochen und ist heute einer der schärfsten Gegner des Präsidenten.

Holt Präsident Obama Mitt Romney als „Business-Minister“in sein Kabinett?

Bei Mitt Romney könnte das jetzt anders werden, auch wenn sich der wiedergewählte Obama mehr Zeit ließ mit Romney als mit McCain. Insgesamt 23 Tage dauerte es bis sich die beiden Konkurrenten am Donnerstag wieder trafen. Doch diesmal konnte Obama seinen Herausforderer zum Essen ins White House einladen – es gab Truthahn-Chili und Hühnchen-Salat. Es soll übrigens nur mehr als drei Wochen gedauert haben, weil Romneys Sicherheitsüberprüfung länger dauerte als geplant. Romney musste wie alle White House Besucher seinen Ausweis (Social Security Number), sein Geburtsdatum und andere persönliche Informationen vorab einreichen.

Beide wollen in Kontakt bleiben, hieß es nach dem einstündigen, privaten Treffen zwischen dem Präsidenten und Romney. Obama wolle sogar von den Erfahrungen seines Konkurrenten als Geschäftsmann profitieren. Als Wirtschaftsminister?

Es gebe keine konkreten Angebote oder Pläne für eine Beteiligung von Romney im Obama-Kabinett, ließ das White House verlauten. Dies sei auch heute kein Thema gewesen. Größtes Problem: Obama hatte während des Wahlkampfes gegen Romney eine persönliche Abneigung entwickelt. Doch das kann sich nach der Wahl ja wieder geändert haben.

Gerüchte, dass Romney ins Kabinett einsteigen könnte, gab es dagegen schon kurz nach dem Wahlsieg von Obama. Romney, der bis auf wenige Ausnahmen seit dem 6. November fast gänzlich aus der Öffentlichkeit verschwunden war, könnte den Chef-Posten eines neu zu schaffenden „Business-Department“ bekommen. Die Idee neben dem Wirtschafts- noch ein spezielles Geschäfts-Ministerium zu schaffen, hatte Obama bereits während des Wahlkampfes. Romney kritisierte ihn dafür allerdings heftig.

Kommentar: Warum Barack Obama ein bedeutender US-Präsident werden kann

Die Schlacht ist geschlagen. Der Sieg gesichert. Die Rede (eine brillante) ist gehalten. Die Party gefeiert. Doch jetzt erwartet US-Präsident Barack Obama wieder der politische Alltag. Und der scheint ganz der alte.

Eine gespaltene Nation, ein zerstrittener Kongress, eine Mehrheit im Abgeordnetenhaus gegen Obama, eine Mehrheit im Senat für den alten und neuen Commander-in-Chief. Leicht wird für es für Obama in seinen letzten vier Jahren im White House nicht. Aber vielleicht leichter.

Für Obama ist die gespaltene Partei der Republikaner auch eine Chance

Die Republikaner sind gespalten, in eine religiöse Rechte und Tea Party Anhänger auf der einen und einer Mitte-Rechts Gruppierung auf der anderen Seite. Mitt Romney konnte diese beiden Seiten nie versöhnen und hinter sich bringen. Auch ein Grund, warum er die Wahl so deutlich verloren hat. Romney blieb bis zuletzt der ungeliebte Kandidat.

Eine schwere Niederlage haben Romney, die Republikaner (US-Politik direkt hatte das bereits im Juli vorhergesagt) und vor allem die Ultra-Konservativen erlitten. Senatoren wie Todd Akin oder Richard Mourdock, die vor den Wahlen mit abstrusen Theorien über Frauen und Abtreibung Schlagzeilen machten, wurden abgewählt. Verliert dadurch auch die Tea Party an Einfluss? Es bleibt zu hoffen. Fakt ist, Akin, Mourdock und Co. aber auch der New Yorker Polit-Clown Donald Trump haben der Grand Old Party (GOP) geschadet. Lernen die Republikaner jetzt auch daraus?

Für Obama ist die desolate GOP eine Chance. Noch einmal können sich die Republikaner den Ideen des neuen Präsidenten nicht gänzlich verweigern. Eine erste Bewährungsprobe wird es noch in der „Lame Duck“ Periode geben, der Zeit bis zur Vereidigung von Obama im Januar 2013. Bei der „Fiscal Cliff“, bei der es um Sparmaßnahmen geht sowie um bestimmte Steuererleichterungen für Mittelklasse und Top-Verdiener, wird sich zeigen, ob die Republikaner von ihrer Blockade-Politik abrücken.

Obama kann ein bedeutender Präsident werden

Obama kann beim Regieren jetzt mutiger werden. Er muss nicht mehr so viel taktieren, sondern darf auch mal seine Politik durchboxen. Sein großer Vorteil: Er braucht nicht mehr um seine Wiederwahl fürchten. Das dürfte befreiend wirken.

Größere Projekte wie eine Einwanderungs-Reform sind überfällig. Auch die Republikaner müssen verstanden haben, dass sie ohne die Latinos Wahlen nicht mehr gewinnen können. Das hilft sicherlich bei den Verhandlungen. Außerdem: Die 71 Prozent Latinos, die Obama auch zum Präsidenten gemacht haben, werden ihn an sein Versprechen von vier Jahren erinnern und ihn diesmal nicht so einfach davon kommen lassen.

Aber auch bei den Afro-Amerikanern (93 Prozent wählten Obama) und den Frauen (55 Prozent Obama) steht der Präsident in der Schuld. Die Umsetzung des Gesetzes „Equal Pay“ (gleicher Lohn für gleiche Arbeit) wäre ein Projekt, die Ernennung eines weiteren liberalen Richters am Supreme Court, um das Recht auf Abtreibung auf Dauer festzuschreiben, ein anderes. In den USA gibt es keine Mehrheit gegen das Recht auf Abtreibung – auch das haben diese Wahlen gezeigt.

Obama hat die Chance nach seiner großen Sieges-Rede in den kommenden vier Jahren auch ein bedeutender Präsident, vielleicht einer der größten in der US-Geschichte, zu werden. Er muss seine Chancen nur nutzen.

US-Politik direkt LIVE: So lief die Wahlnacht

Das Protokoll der US-Wahlnacht bis zur Entscheidung

23.20 Uhr: Obama gewinnt Ohio und damit mehr als 270 Wahlmännerstimmen. Wenn die restlichen Staaten auch noch dazukommen, wird es doch noch ein Erdrutsch-Sieg. Und wie erklärt das Romney-Camp diese deutliche Niederlage?

23.18 Uhr: CNN: Präsident gewinnt die Wahlen gegen Mitt Romney!!!!

23.15 Uhr: Oregon geht an Obama. Almost done. 256 Stimmen für Obama, offiziell fehlen ihm nur noch 14 Stimmen. Die Wahl ist gelaufen!

US-Politik direkt: Präsident Obama bleibt Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika!!!!!

23.12 Uhr: Auch New Mexico bleibt Obama Land. Das war allerdings erwartet. Chicago feiert.

23.10 Uhr: CNN: Obama gewinnt Iowa. Die Wahl ist entschieden. Nur noch ein Wunder kann Romney jetzt noch retten.

23.09 Uhr: Die Denver Post gibt Colorado an Obama. Ein großer Sieg.

23.05 Uhr: Die Demokraten halten ihre Mehrheit im Senat. Mit der Mehrheit der Republikaner im Abgeordnetenhaus ist der nächste Kongress gespalten. Das Regieren für den nächsten Präsidenten wird damit erneut extrem schwierig.

23.03 Uhr: Nun also doch: CNN gibt Wisconsin an Obama. North Carolina geht an Romney. Stand: 238 zu 191.

23.00 Uhr: Obama gewinnt Kalifornien, Washington und einen seiner Heimatstaaten Hawaii. Keine Überraschung. Aktueller Stand der Wahlmänner: 228 zu 176.

22.50 Uhr: Auch CNN gibt Minnesota an Obama.

22.46 Uhr: Welche Bundesstaaten kann Romney noch gewinnen, um Präsident zu werden? Viele Optionen hat er nicht mehr. Wenn Florida oder Ohio an Obama geht, ist die Wahl vorbei.

22.39 Uhr: NBC, CBS News und ABC News geben Minnesota an Obama. Wieder ein Staat, auf den Romney gehofft hatte, geht an den Präsidenten. Schon jetzt ist klar: Karl Rove, das „Hirn“ von George W. Bush, lag mit seiner Prognose voll daneben. Rove glaubte, Romney gewinne mit einem Vorsprung von 32 Wahlmänner.

22.29 Uhr: CNN hat in Wisconsin immer noch Romney vorne. NBC und Fox News haben den Staat des Romney Vizes, Paul Ryan, schon lange an Obama gegeben. Hält CNN den Staat künstlich offen?

22.24 Uhr: Zweiter Abtreibungs-Schwachkopf abgewählt. Todd Akin, der Senator aus Missouri, der glaubt, der „weibliche Körper könne abschalten, um eine Schwangerschaft nach einer Vergewaltigung zu verhindern“, verliert das Rennen gegen die Demokratin Claire McCaskill. Die Demokraten gewinnen den „War on Women“.

22.18 Uhr: Alex Castellanos, Republikaner und Kommentator auf CNN, hat den Glauben an Romney verloren. Florida – im Moment noch sehr knapp – scheint am Ende des Abends an Obama zu gehen. Die noch nicht ausgezählten Distrikte im Sonnenstaat sind „heftig demokratisch“, sagt Castellanos.

22.04 Uhr: CNN gibt genauso wie NBC New Hampshire an Obama. Nur vier Stimmen aber SEHR wichtig. New Hampshire, ein anderer „Heimatstaat“ von Romney war eigentlich ein Muss.

22.01 Uhr: In CNN Exit Polls führt Obama in Nevada (51-45) und Iowa (52-46).

21.57 Uhr: In drei Minuten: Nevada und Iowa, beide super wichtig für Obama.

21.52 Uhr: NBC gibt New Hampshire an Obama. Bleibt es dabei, gewinnt Obama den ersten der acht wichtigsten Swing States für Obama. Für Romney wird es jetzt schon eng.

21.47 Uhr: Richard Mourdock, der Senator, der eine „Schwangerschaft nach einer Vergewaltigung als Geschenk Gottes“ sieht, verliert seinen Sitz im Senat an den Demokraten Joe Donnelly.

21.42 Uhr: PENNSYLVANIA (20 Stimmen) für Obama!!!!!! Ein großer Schritt in Richtung Präsidentschaft. Obamas Chef-Berater David Axelrod darf seinen Bart behalten. Er wollte ihn abrasieren, falls Obama Pennsylvania verliert.

21.40 Uhr: Obama gewinnt Wisconsin! (18 Stimmen) Auch Fox News gibt den Staat an den Präsidenten. Romney/Ryan verlieren ihre Heimatstaaten!

21.37 Uhr: NBC gibt Wisconsin an Obama. CNN hält sich noch zurück. Es wäre ein wichtiger Sieg für Obama. Die Midwest-Firewall scheint zu halten.

21.15 Uhr: Auf Twitter gibt es bereits einen hashtag #stayinline für all die, die in Virginia und Florida in langen Schlangen noch vor den Wahllokalen stehen.

21.09 Uhr: Ganz nebenbei eine andere wichtige Entscheidung: Die Republikaner werden die Mehrheit im Repräsentantenhaus halten können, der Ausgang für den Senat ist noch offen, mit Tendenz für die Demokraten. Ein geteilter Kongress für den nächsten Präsidenten.

21.05 Uhr: CNN Exit Polls für Wisconsin: 52 zu 46 Prozent für Obama. Gute Zahlen für Obama. Romneys Running Mate Paul Ryan, der aus Wisconsin kommt, hatte in seinem Heimatstaat einen Dauer-Wahlkampf geführt, um den Staat zu drehen.

21.00 Uhr: Michigan geht an Obama! Romney hatte auf eine Überraschung gehofft. Sein Vater war hier Gouverneur, er ist dort aufgewachsen. Doch der Auto-Staat bleibt Obama-Land. Ein wichtiger Sieg für Obama aber es wird die Wahl nicht entscheiden.

20.53 Uhr: In sieben Minuten: u.a. Wisconsin und den Swing State Colorado. Gibt es jetzt einen Trend?

20.48 Uhr: Auch in Virginia gibt es immer noch lange Schlangen vor den Wahllokalen obwohl sie offiziell geschlossen sein müssten. Angeblich bleiben sie jetzt vier Stunden länger auf. Warum gibt es eigentlich immer dieses Chaos und immer in umkämpften Staaten?

20.42 Uhr: Romney gewinnt die Südstaaten Alabama und Georgia. Keine Überraschung. Warten auf Virginia, Florida und OHIO.

20.38 Uhr: In Florida gibt es immer noch lange Schlangen vor den Wahllokalen, obwohl sie bereits geschlossen sein müssten. Fast 60 Prozent der Stimmen sind dort bereits ausgezählt und Obama hat aktuell einen knappen Vorsprung.

20.05 Uhr: Zwei Stunden Wahlabend und bisher keine wirkliche wichtige Entscheidung. Enttäuschend.

20.00 Uhr: Obama gewinnt Connecticut, Delaware, Washington DC, Illinois, Maryland, Maine, Massachusetts (Heimatstaat von Romney), Rhode Island – alles keine Überraschung. Und Romney gewinnt Oklahoma. Aktueller Stand: 64-40 für Obama bei den Wahlmännerstimmen.

19.55 Uhr: In fünf Minuten: Pennsylvania, New Hampshire und vielleicht eine erste wichtige Entscheidung in Florida.

19.35 Uhr: Email vom Obama-Team: „Dringend: Bitte telefonieren. Wir brauchen noch Stimmen in den umkämpften Staaten.“

19.30 Uhr: CNN Exit Polls: Ohio: 51 Prozent Obama, 48 Prozent Romney. North Carolina: 49-49. Guten Zahlen für Obama bisher.

Ohio, Ohio, Ohio, Ohio

19.25 Uhr: Spannung. In fünf Minuten schließen West Virginia, North Carolina und OHIO.

New York Empire States Building zählt live Wahlmännerstimmen mit blauen (Obama) und roten (Romney) Lichter auf der Spitze.

Auch Romney soll eine Siegesrede geschrieben haben. Nicht klar, ob es auch eine Rede im Falle einer Niederlage gibt.

19.18 Uhr: MSNBC gibt Indiana (11) und Kentucky (8) an Romney. Das war zu erwarten.

19.10 Uhr: Erste Zahlen aus Florida: Obama 55 Prozent, Romney 45 Prozent (allerdings erst vier Prozent ausgezählt). Florida könnte eine Vorentscheidung für Obama bringen. Romney lag in den letzten Umfragen immer in Front. Ein Muss-Staat für Romney.

19.02 Uhr: Virginia: 49 zu 49 Prozent – Exit Poll (Wählerumfrage nach Stimmabgabe) von CNN.

19.01 Uhr: CNN gibt Vermont (3 Stimmen) an Obama, Kentucky (8) an Romney. Keine wirkliche Überraschung.

19.00 Uhr: Die Wahllokale in Georgia, South Carolina, Vermont, Teilen Floridas und Virginia schließen. Interessant ist hier nur der erste wichtige Swing State Virginia.

18.50 Uhr: Erster Höhepunkt des Wahlabends. Eine Prognose für den Swing State Virginia – in 10 Minuten.

Präsident Obama soll bereits am Morgen seines Siegesrede geschrieben haben. Und wenn er verliert? Dafür soll es keine Rede geben.

18.15 Uhr: Erster Ärger in Pennsylvania mit Wahlmaschinen. Bei mindestens zwei leuchtete der Name Rommey auf, obwohl für Obama gestimmt wurde.

18.09 Uhr: Die erste Zahl kommt aus Kentucky. Romney 74 Prozent, Obama 24 Prozent (aber erst ein Prozent der Stimmen ausgezählt). Keine wirkliche Überraschung.

18.00 Uhr: Los geht es!

Die ersten Wahlkokale in Indiana und Kentucky schließen. Beide Staaten sind „rot“ und diesmal fest in der Hand der Republikaner. Eine Überraschung ist nicht zu erwarten. Die insgesamt 19 Wahlmännerstimmen werden wohl an Herausforderer Mitt Romney gehen.

Interessant wird es erst in einer Stunde, wenn auch Virginia gewählt hat. Zum Ende des Wahlkampfes konnte Obama hier in Umfragen doch noch zu Romney aufschließen oder ihn gar knapp überholen.

Der Top-Swinger jedoch kommt 30 Minuten nach Virginia, OHIO. Wer hier gewinnt, dürfte auch Präsident werden. Obama hatte bis zuletzt in den Umfragen eine sichere Mehrheit in dem heftig umkämpften Ohio.

Noch am Wahltag ging Romney und sein Running Mate, Paul Ryan, hier in Cleveland auf Stimmenfang. Die Herausforderer wissen, worum es geht: Noch nie gewann ein Republikaner ohne die 18 Wahlmänner aus Ohio die Präsidentschaft. Präsident Obama dagegen blieb am Dienstag cool und spielte mit Freunden und NBA-Champion Scottie Pippen Basketball. Eine Tradition, die ihm bisher Glück gebracht hat.

Neben Ohio schließen um 19.30 auch West Virginia (tief rot) und der Swing States North Carolina, wo Romney im Vorteil ist, ihre Wahllokale. Neben der Top-Trophäe des Abends Ohio könnte auch North Carolina einen Trend, vielleicht sogar eine Vorentscheidung bringen.

Und um 20.00 Uhr folgen bereits die nächsten wichtigen Staaten: Pennsylvania, ein muss für Obama, und die beiden Swing States Florida und New Hampshire. Ist danach die Wahl bereits gelaufen?

Welcome Home, Mr President

Abendstimmung: Ein Bild-Kunstwerk des offiziellen White House Fotograf  Pete Souza. Es zeigt den Blick aus dem Cockpit von Marine One bei der Landung auf dem White House South Lawn.

Für Obama dürfte der Anblick nach fast vier Jahren Präsidentschaft Routine geworden sein. Andere kommen mit dem Auto nach Hause, der Commander-in-Chief mit seinem privaten Hubschrauber.  So ist das eben.

Obama nimmt Marine One gewöhnlich immer als Taxi von der Andrew Air Force Base in Maryland, wo er nach einem langen Tag “on the road” wie in dieser Woche bei seinen Wahlkampfauftritten in Ohio, Texas und gleich an zwei Tagen in Florida mit Air Force One landet und in den Helikopter umsteigt. Nur schlechtes Wetter zwingt Obama manchmal auf die Straße in seine gepanzerte Limousine “The Beast”.

Happy landing, Mr President!

Cookiegate im White House?

Kekse als Objekt der Bestechung? Foto: FreeDigitalPhotos.net

Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft. Ganz nach diesem Motto versucht es auch Obama des öfteren mit dem White House Press Corp.. Ich habe das als Mitglied dieses elitären Clubs auf meinen Reisen mit Obama selbst erlebt. Im „Press One“ Flugzeug wird man als Journalist ordentlich verwöhnt. Doch manchmal sind es auch nur kleine Gesten wie Hot Dogs, Doughnuts oder ein Starbucks Kaffee, die für gute Stimmung und positive Berichte sorgen sollen.

Während seiner Tour in dem elf Millionen teuren gepanzerten Bus “Ground Force One” durch Pennsylvania am Freitag bot der Präsident den mitreisenden Reportern diesmal Kekse an. Und brachte die “Unbestechlichen” damit in arge Not.

Cookiegate im White House?

Hier der denkwürdige und sehr einseitige “Dialog” in der Kretchmar Bakery in Beaver, Pennsylvania:

Obama: “Vielleicht sollten wir ein paar Kekse kaufen. Hallo Press, wollt ihr ein paar Kekse?“

White House Press: Schweigen

Obama: „Würdet ihr das etwa wieder als Bestechung betrachten? Vielleicht sollten wir einfach ein paar Schokoladen-Kekse kaufen und sie im Presse-Bus auslegen, dann weiß ich nicht, wer sie gegessen hat. Ist das ok? Ich bin sicher die Fotografen werden welche essen. Diese Jungs haben keinen Anstand.”

White House Press: Schweigen

Kekse schienen auf der Wahlkampf-Tour durch Pennsylvania überhaupt DAS Thema zu sein. In Pittburgh hatte Obama auf einen Stop in der Bethel Bäckerei bestanden. Die lokale Berühmtheit in Pennsylvania hatte in April für Schlagzeilen gesorgt als Obama Herausforderer Mitt Romney Zweifel an der Echtheit der Kekse äußerte.

“Ich bin mir nicht sicher. Diese Kekse sehen nicht selbstgemacht aus”, kritisierte Romney damals. “Die kommen doch aus dem Supermarkt.” Ein Schlag ins Gesicht für die in der Region bekannte und sehr beliebte Bäckerei.

Obama machte jetzt den Romney-Schaden wieder gut und kaufte bei Bethel demonstrativ die selbstgemachten Kekse. White House Sprecherin Jen Psaki twitterte daraufhin genüsslich: “Wieder ein Unterschied zu Romney. Wir lieben diese Kekse.”

Kino-Abend mit Obama

Es gibt eigentlich nur wenige Momente, in denen ich richtig neidisch bin auf Obama.
EINER davon ist DIESES Foto hier.

Kino-Abend mit Obama. Foto: Official White House Picture/Pete Souza

Im Keller des White House hat der Präsident sein eigenes Kino (wurde bereit 1942 unter Franklin D. Roosevelt gebaut), mit 40 weich gepolsterten, roten Sesseln. Dort kann Obama dann in aller Ruhe mit Familie und Freunden die neuesten Filme anschauen, nicht selten sogar bevor Normalsterbliche die Streifen in einem öffentlichen Kino gucken können. Der US-Präsident hat einen direkten Draht nach Hollywood.

Und manchmal lädt Obama sich auch ein paar Leute zum Kino-Abend in den Keller des East Wings ein. Wie auf diesem Bild, das der offizielle White House Fotograf Pete Souza bereits im vergangenen Monat gemacht hat aber jetzt erst freigegeben wurde.

Filmvorführer Obama zeigte an diesem Tag einer ausgewählten Gruppe von Militärs und ihren Familien (Motto: „Du Schatz, wir gehen heute Abend mal ins Kino im White House“) den neuen Film „Men in Black 3“ und zwar bevor der Blockbuster in die Kinos kam.

Wie gesagt, manchmal bin ich richtig neidisch.