Trump Watch

Trump Watch, die neue Rubrik bei US-Politik direkt.
Trump Watch

Donald Trump hat in einem der schmutzigsten Wahlkämpfe der US-Geschichte viel Versprochen, Halbwahrheiten verbreitet, unbewiesene Behauptungen auf Twitter gepostet und – um es freundlich zu sagen – es mit der Wahrheit nicht immer so genau genommen.

Als Präsident muss Trump liefern. Trump Watch wird dabei genau hinschauen. Was ist wahr, was gelogen. Was macht Trump wirklich und was ist nur PR.

Trump Watch: Kontrolle des neuen Präsidenten


“Der Standard der ersten Hundert Tage ist lächerlich.” Ach, auf einmal!

Trump Watch: Hatte Donald Trump während des Wahlkampfes nicht immer wieder Großes versprochen für die “ersten 100 Tage” seiner Amtszeit. Am 22. Oktober kündigte er in Gettysburg, Pennsylvania, gar einen “100-Tage Aktionsplan mit 10 Gesetzesinitiativen und 18 Schritten, die Regierung zu erneuern“, an und versprach, in einem “Vertrag mit den Wählern” sich daran zu halten. Damals schienen die 100 Tage gar kein “lächerlicher Standard” zu sein, sondern ein Versprechen, an dem sich Trump messen lassen wollte. Gemessen daran ist Trump gescheitert. Die wichtigsten Versprechen wie eine Gesundheits- und Steuerreform hat er nicht umsetzen können.


„Keine Regierung hat in den ersten 90 Tagen mehr erreicht als die Trump-Regierung – Größenwahnsinn. Und falsch!

Trump Watch: Trump übertreibt mal wieder maßlos und kennt die historischen Fakten nicht. Republikanern und Demokraten sind sich einig, dass US-Präsident Franklin D. Roosevelt deutlich mehr erreicht hat als Trump. Er konnte nicht nur das Land aus der „Großen Depression“ führen, sondern mit seinem „New Deal“ mehr Reformen umsetzen als ein Präsident jemals in der US-Geschichte.

New Deal Trump watch

Glaubt Donald Trump wirklich mehr erreicht zu haben als Franklin D. Roosevelt mit seinem New Deal?

Auch Ronald Reagan konnte in seinen ersten 100 Tagen dem Kongress eine Steuer-, Ausgaben- und Gesundheitsreform vorlegen. Dinge, von denen Trump nur redet. Selbst beim Vergleich mit seinem Vorgänger könnte Trump verlieren. Präsident Obama übernahm das Land während der größten Wirtschaftskrise seit der „Großen Depression“ und konnte das Land mit seiner Politik und einem von beiden Parteien getragenen Konjunkturprogramm vor dem totalen Zusammenbruch retten.


Trump: „Obamas lasche Immigrationspolitik hat dafür geführt, das sich die MS-13 Gangs bundesweit ausbreiten konnten. Quatsch.

Trump Watch: Die Verbrechergangs Mara Salvatrucha, kurz MS-13, deren Mitglieder aus Lateinamerika, vor allem El Salvador stammen, gibt es schon seit Jahren. Sie haben sich nicht unter Obama gegründet und ausgebreitet. Trumps eigenes Justizministerium schreibt in einem Bericht, dass es die „MS-13 seit den 80er Jahre gibt“ und lobt die Obama-Regierung sogar dafür, die „Gangs 2009 und 2010 in einigen Gegenden zerstört oder deren Einfluss schwer beschädigt“ zu haben. Vielleicht sollte Trump einmal seine eigenen Papiere lesen.


Trump „Meine Haltung zu China ist nicht weicher geworden.“ Von wegen!

Trump Watch: Die Flip-Flops in der Politik von Trump werden wohl kaum deutlicher als in der China-Politik. Nicht nur im Wahlkampf, sondern auch als Präsident schimpfte Trump über Chinas als „Weltmeister von Währungsmanipulationen“ (zuletzt am 2. April), der die USA und deren Wirtschaft schädigt. Er kündigte eine knallharte Haltung gegenüber China an, nicht nur währungs- und wirtschaftspolitisch, sondern auch militärisch. Davon ist heute nicht mehr die Rede. Im Gegenteil: Trump sucht im Nordkorea-Konflikt die Zusammenarbeit mit Chinas. Es ist gut, dass Trump in der Realität angekommen ist, mit seiner Haltung hat das aber nichts mehr zu tun.

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